Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000521

126000521
Wassily Kandinsky
Sachte, März 1929.
Aquarell und Gouache auf Papier
Schätzpreis: € 250.000 - 350.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000521
Wassily Kandinsky
Sachte, März 1929.
Aquarell und Gouache auf Papier
Schätzpreis: € 250.000 - 350.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Wassily Kandinsky
1866 - 1944
Sachte. März 1929.
Aquarell und Gouache auf Papier.
Links unten monogrammiert und datiert "K/29". Verso bezeichnet "no340 / 1929 / "Sachte"". 27 x 40 cm (10,6 x 15,7 in).
In der Handliste des Künstlers ist die Arbeit unter den Aquarellen für März 1929 verzeichnet "iii 1929, 340, Sachte". [JS].
• Die streng geometrischen Kompositionen der Bauhaus-Jahre gelten als die gefragtesten Papierarbeiten des Künstlers auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Punkt, Linie und Fläche: "Sachte" visualisiert in herausragender Weise beispielhaft Kandinskys abstrakte Kunsttheorie "Punkt und Linie zu Fläche" (1926).
• Rarität: eines der seltenen malerisch ausgeführten Aquarelle mit zweifarbigem Flächenton.
• Perfekte kompositorische Balance der Bildhälften: Ruhe und Bewegung, Wärme und Kälte, Linien und Flächen.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt: Seit fast 60 Jahren Teil einer deutschen Privatsammlung.
• Museale Qualität: Aquarelle dieser Schaffenszeit befinden sich in in den wichtigsten Sammlungen weltweit, u.a. im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum, New York, sowie im Centre Pompidou, Paris.
PROVENIENZ: Rudolf Probst, Mannheim (laut Vermerk in der Handliste des Künstlers).
Karl Flinker, Paris (1962).
Heinz Berggruen, Paris (1962).
Roman Norbert Ketterer, Campione d`Italia (1968).
Privatsammlung (1968 vom Vorgenannten).
Seither in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: Wassily Kandinsky, Novemberausstellung, Kunsthaus Zürich, 5.11. - 9.12.1931, Nr. 69.
Wassily Kandinsky. Ausstellung mit Werken von 1918 bis 1933, Galerie Otto Stangl, 25.7. - 4.9.1962 (m. Abb., o. S.).
LITERATUR: Vivian Endicott Barnett, Kandinsky. Werkverzeichnis der Aquarelle, Bd. 2: 1922-1944, München 1994, WVZ-Nr. 931 (m. S/W-Abb.)
- -
Roman Norbert Ketterer, Moderne Kunst V, Campione d`Italia, 1968, Nr. 63.
"So ist die Komposition nichts weiter als die exakt-gesetzmäßige Orientierung der in Form von Spannungen in den Elementen eingeschlossenen lebendigen Kräfte. [..] Das Allgemein-Harmonische einer Komposition kann also aus einigen zu dem höchsten Maße des Gegensatzes steigenden Komplexen bestehen. Diese Gegensätze können sogar einen disharmonischen Charakter haben, und trotzdem wird ihre richtige Verwendung nicht negativ auf die Gesamtharmonie wirken und das Werk zum höchsten harmonischen Wesen erheben."
Wassily Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche, Bauhausbücher 9, München 1926, S.86
1866 - 1944
Sachte. März 1929.
Aquarell und Gouache auf Papier.
Links unten monogrammiert und datiert "K/29". Verso bezeichnet "no340 / 1929 / "Sachte"". 27 x 40 cm (10,6 x 15,7 in).
In der Handliste des Künstlers ist die Arbeit unter den Aquarellen für März 1929 verzeichnet "iii 1929, 340, Sachte". [JS].
• Die streng geometrischen Kompositionen der Bauhaus-Jahre gelten als die gefragtesten Papierarbeiten des Künstlers auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Punkt, Linie und Fläche: "Sachte" visualisiert in herausragender Weise beispielhaft Kandinskys abstrakte Kunsttheorie "Punkt und Linie zu Fläche" (1926).
• Rarität: eines der seltenen malerisch ausgeführten Aquarelle mit zweifarbigem Flächenton.
• Perfekte kompositorische Balance der Bildhälften: Ruhe und Bewegung, Wärme und Kälte, Linien und Flächen.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt: Seit fast 60 Jahren Teil einer deutschen Privatsammlung.
• Museale Qualität: Aquarelle dieser Schaffenszeit befinden sich in in den wichtigsten Sammlungen weltweit, u.a. im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum, New York, sowie im Centre Pompidou, Paris.
PROVENIENZ: Rudolf Probst, Mannheim (laut Vermerk in der Handliste des Künstlers).
Karl Flinker, Paris (1962).
Heinz Berggruen, Paris (1962).
Roman Norbert Ketterer, Campione d`Italia (1968).
Privatsammlung (1968 vom Vorgenannten).
Seither in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: Wassily Kandinsky, Novemberausstellung, Kunsthaus Zürich, 5.11. - 9.12.1931, Nr. 69.
Wassily Kandinsky. Ausstellung mit Werken von 1918 bis 1933, Galerie Otto Stangl, 25.7. - 4.9.1962 (m. Abb., o. S.).
LITERATUR: Vivian Endicott Barnett, Kandinsky. Werkverzeichnis der Aquarelle, Bd. 2: 1922-1944, München 1994, WVZ-Nr. 931 (m. S/W-Abb.)
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Roman Norbert Ketterer, Moderne Kunst V, Campione d`Italia, 1968, Nr. 63.
"So ist die Komposition nichts weiter als die exakt-gesetzmäßige Orientierung der in Form von Spannungen in den Elementen eingeschlossenen lebendigen Kräfte. [..] Das Allgemein-Harmonische einer Komposition kann also aus einigen zu dem höchsten Maße des Gegensatzes steigenden Komplexen bestehen. Diese Gegensätze können sogar einen disharmonischen Charakter haben, und trotzdem wird ihre richtige Verwendung nicht negativ auf die Gesamtharmonie wirken und das Werk zum höchsten harmonischen Wesen erheben."
Wassily Kandinsky, Punkt und Linie zu Fläche, Bauhausbücher 9, München 1926, S.86
Wassily Kandinsky gilt als der bedeutendste Pioniere oder gar als Erfinder der abstrakten Malerei. In den Jahren 1910/11 entwickelt Kandinsky ausgehend von der ihn in zentraler Weise inspirierenden Landschaft um Murnau und der Musik, v.a. den zeitgenössischen Kompositionen Arnold Schönbergs, eine zunehmend abstrakte Kompositionsweise, die aber immer noch – wenn auch maximal zu Bildkürzeln abstrahiert - gegenständliche Elemente, Berge, Kirchtürme, Boote, Figuren und Reiter in sich trägt. Auch in Kandinskys weltberühmter „Komposition VII“ (Tretjakow-Galerie, Moskau) aus dem Jahr 1913 sind diese enthalten und treten auch in den Folgejahren in seinen Kompositionen immer wieder in Erscheinung. Erst um 1920 dann beginnt sich Kandinskys Bildsprache beeinflusst durch den russischen Konstruktivismus langsam in Richtung einer streng geometrischen Abstraktion zu klären, wobei dieser Prozess erst während seiner Jahren am Bauhaus seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Im Sommer 1921 beginnt Wassily Kandinsky in Weimar als Bauhauslehrer und unterrichtet unter anderem den Vorkurs „Analystisches Zeichnen“ bevor er 1925 mit dem Wechsel des Bauhauses nach Dessau zum Leiter der Form- und Farbenlehre wird. Hier in Dessau, wo Kandinsky gemeinsam mit Paul Klee eines der Meisterhäuser bewohnt, entsteht im März 1929 auch die farblich und kompositionell souverän ausbalancierte Komposition, die Kandinsky unter dem stimmungsvollen Titel „Sachte“ in seine Handliste aufgenommen hat. „Sachte“ ist mit dem sanften aber äußerst spannungsvollen Gegenspiel der beiden farblich aus den Komplementärfarben Rot und Grün entwickelten Bildhälften und seinem feinen, geradezu lyrischen Liniengefügen und geometrischen Grundformen, ein herausragendes Beispiel für Kandinskys künstlerische Umsetzung seiner berühmten, 1926 in der Reihe der Bauhausbücher erschienenen abstrakten Kunsttheorie „Punkt und Linie zu Fläche“. Am Bauhaus erreicht Kandinskys Abstraktion ihren Höhepunkt, fern jeglicher naturnahen Inspiration dringt Kandinsky nun zu streng geometrischen und rein abstrakten Bildkürzeln vor, die er mutig und progressiv zu komplexen, meisterlich durch komponierten Bildsystemen zusammenfügt. Kandinsky selbst bezeichnet diese neue Ausrichtung als „kühle Abstraktion“ und veröffentlicht 1925 darüber einen Artikel im Cicerone. Zum Vokabular der „kühlen Abstraktion“ gehören Linienbündel und Schachbrettstrukturen, Kreise sowie Dreiecke, die bisweilen bis zur Pfeilform verjüngt sind. Kandinskys Formen schweben frei im Raum oder gruppieren sich um ein imaginäres Zentrum. Umrisse sind gebändigt und Farben geklärt. Kompositionen dieser bedeutenden Schaffenszeit befinden sich heute in den wichtigsten Sammlungen weltweit, wie u.a. im Guggenheim Museum und im Museum of Modern Art, New York, sowie im Centre Pompidou, Paris. [JS]
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