329
Horst Janssen
Mappe: Das Pfänderspiel (26 Blatt), 1983/84.
Radierung
Schätzpreis: € 1.500
329
Horst Janssen
Mappe: Das Pfänderspiel (26 Blatt), 1983/84.
Radierung
Schätzpreis: € 1.500
Horst Janssen
26 Radierungen zum Pfänderspiel. [Gifkendorf, Merlin Verlag 1983-1984].
Schöne Drucke in unterschiedlicher Farbigkeit auf getönten Japanbütten mit Totentanz-Motiven. 1 von 70 numerierten Exemplaren. Aus der Sammlung Kropatscheck, Hamburg.
Weitere Werke aus der Sammlung Fritz Eugen und Hannemarie Kropatscheck werden in unseren Auktionen am 4./5. Dezember 2026 sowie in unserem Online Sale am 15. Februar angeboten.
Das Pfänderspiel ist eigentlich ein altes Gesellschaftsspiel, bei dem Spieler ein Pfand (einen persönlichen Gegenstand) abgeben müssen, wenn sie einen Fehler machen, und dieses später durch Erfüllung einer Aufgabe wieder auslösen müssen.
Beim Janssen’schen Pfänderspiel fordert der Tod unerbittlich sein Pfand ein. Die Blätter zeigen bizarre, fast karikaturhafte Szenen: Menschen und Skelette sind in grotesken Umarmungen, erotisch-makabren Paarungen oder tanzend miteinander verstrickt. Die Figuren jonglieren mit Knochen oder nehmen bedrohliche Haltungen ein. Für Janssen, der sich als Künstler meist ganz auf das Private, Erotische, Naturstudien oder altmeisterliche Reflexionen konzentrierte, war dieser Zyklus ungewöhnlich politisch.
Anfang der 1980er-Jahre erreichte die atomare Nachrüstungsdebatte zwischen den USA und der UdSSR ihren Höhepunkt. Die Friedensbewegung ging auf die Straße, die Angst vor einem atomaren Weltkrieg war allgegenwärtig. Janssen verfasste zu den Grafiken ein begleitendes Buch Das Pfänderspiel. Ein tagespolitischer Seitensprung. Deutsch, Russisch, Amerikanisch (Merlin Verlag, 1983). Darin attackierte er mit beißender Ironie die Politiker und Generäle beider Großmächte, die die Menschheit in ein tödliches Pfänderspiel trieben.
EINBAND: Lose Graphiken (21,5 : 13,5 cm) unter Passepartout gerahmt in moderner HLwd.-Kassette. 31,5 : 22,5 cm. Die Orig.-Broschur und Orig.-Papp-Mappe mit Deckeltitel beiliegend. 21,5 : 14,5 cm. - ILLUSTRATION: Folge von 26 monogrammierten, numerierten und datierten Orig.-Radierungen auf verschiedenen Japan- und Büttenpapieren. - ZUSTAND: Sauberes Exemplar.
LITERATUR: Gäßler 36.
Fine prints featuring “Danse Macabre” motifs, printed in various colors on Japanese hand made paper of various tones. 1 of 70 numb. copies. A suite of 26 original etchings - each monogr., numb. and dated. Loose graphics (21.5 : 13.5 cm), matted and housed in a modern half-cloth portfolio box (31.5 : 22.5 cm). Orig. wrappers and orig. cardboard portfolio with cover title included (21.5 : 14.5 cm). - A clean copy.
26 Radierungen zum Pfänderspiel. [Gifkendorf, Merlin Verlag 1983-1984].
Schöne Drucke in unterschiedlicher Farbigkeit auf getönten Japanbütten mit Totentanz-Motiven. 1 von 70 numerierten Exemplaren. Aus der Sammlung Kropatscheck, Hamburg.
Weitere Werke aus der Sammlung Fritz Eugen und Hannemarie Kropatscheck werden in unseren Auktionen am 4./5. Dezember 2026 sowie in unserem Online Sale am 15. Februar angeboten.
Das Pfänderspiel ist eigentlich ein altes Gesellschaftsspiel, bei dem Spieler ein Pfand (einen persönlichen Gegenstand) abgeben müssen, wenn sie einen Fehler machen, und dieses später durch Erfüllung einer Aufgabe wieder auslösen müssen.
Beim Janssen’schen Pfänderspiel fordert der Tod unerbittlich sein Pfand ein. Die Blätter zeigen bizarre, fast karikaturhafte Szenen: Menschen und Skelette sind in grotesken Umarmungen, erotisch-makabren Paarungen oder tanzend miteinander verstrickt. Die Figuren jonglieren mit Knochen oder nehmen bedrohliche Haltungen ein. Für Janssen, der sich als Künstler meist ganz auf das Private, Erotische, Naturstudien oder altmeisterliche Reflexionen konzentrierte, war dieser Zyklus ungewöhnlich politisch.
Anfang der 1980er-Jahre erreichte die atomare Nachrüstungsdebatte zwischen den USA und der UdSSR ihren Höhepunkt. Die Friedensbewegung ging auf die Straße, die Angst vor einem atomaren Weltkrieg war allgegenwärtig. Janssen verfasste zu den Grafiken ein begleitendes Buch Das Pfänderspiel. Ein tagespolitischer Seitensprung. Deutsch, Russisch, Amerikanisch (Merlin Verlag, 1983). Darin attackierte er mit beißender Ironie die Politiker und Generäle beider Großmächte, die die Menschheit in ein tödliches Pfänderspiel trieben.
EINBAND: Lose Graphiken (21,5 : 13,5 cm) unter Passepartout gerahmt in moderner HLwd.-Kassette. 31,5 : 22,5 cm. Die Orig.-Broschur und Orig.-Papp-Mappe mit Deckeltitel beiliegend. 21,5 : 14,5 cm. - ILLUSTRATION: Folge von 26 monogrammierten, numerierten und datierten Orig.-Radierungen auf verschiedenen Japan- und Büttenpapieren. - ZUSTAND: Sauberes Exemplar.
LITERATUR: Gäßler 36.
Fine prints featuring “Danse Macabre” motifs, printed in various colors on Japanese hand made paper of various tones. 1 of 70 numb. copies. A suite of 26 original etchings - each monogr., numb. and dated. Loose graphics (21.5 : 13.5 cm), matted and housed in a modern half-cloth portfolio box (31.5 : 22.5 cm). Orig. wrappers and orig. cardboard portfolio with cover title included (21.5 : 14.5 cm). - A clean copy.
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Horst Janssen "Mappe: Das Pfänderspiel (26 Blatt)"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 27 %.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 27%, Teilbeträge über € 200.000 22 % Aufgeld.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
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Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
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weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
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Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
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