Auktion: 610 / Rare Books am 23.11.2026 in Hamburg → Lot 426000613
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426000613
Michael Furter
Gart der Gesundheit, 1490.
Inkunabel
Schätzpreis: € 10.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
426000613
Michael Furter
Gart der Gesundheit, 1490.
Inkunabel
Schätzpreis: € 10.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Johann Wonnecke
Gart der Gesundheit. (Basel, Michael Furter, um 1487-1490).
• Extrem seltene deutsche Ausgabe des Hortus sanitatis
• Einzige Schweizer Inkunabelausgabe
• Eine der ersten wissenschaftlichen Inkunabeln in einer Volkssprache
• Zählt zu den wichtigsten frühen Werken der Naturkunde
• Mit über 300 Holzschnitten, überwiegend altkoloriert
• In einem zeitgenössischen Holzdeckelband
Der Gart der Gesundheit – erstmals im März 1485 von Peter Schöffer in Mainz gedruckt – markiert den Beginn der neuzeitlichen gedruckten Botanik und Naturkunde im deutschsprachigen Raum. Während das pharmazeutische Wissen der Klöster und Spitäler zuvor fast ausschließlich in lateinischen Handschriften überliefert war, eröffnete dieses volkssprachliche Werk breiten Kreisen der Heilkundigen und Apotheker den Zugang zu einer umfassenden Enzyklopädie der Naturheilkunde. Die vorliegende Basler Ausgabe aus der Offizin von Michael Furter gehört zu den seltensten frühen Drucken des Werkes. Furter, der ab ca. 1488 in Basel nachweisbar ist und durch die Herausgabe illustrierter Meisterwerke (wie der Margarita Philosophica ) Berühmtheit erlangte, übernahm die Stöcke der berühmten Holzschnitte von Grüninger aus Straßburg, dessen Gart-Ausgabe1485/86 erschien.
"This extremely rare and only herbal that was printed in Switzerland before 1500 is a nearly exact page for page reprint of Grüninger's edition, showing only slight variants of orthography etc. The cuts with chapter numbers are printed from Grüninger's woodblocks .. Furter adds for the first time pretty floreated woodcut initials, white on black ground, to most of the chapters" (Klebs, Early Herbals).
Als Kompilator der deutschen Ausgabe gilt der Arzt Johannes de Cuba aus Frankfurt. Auf Grundlage des lateinischen Hortus sanitatis entstand ein eigenständiges volkssprachliches Werk, das mit textlichen und künstlerischen Neuerungen ein umfassendes Kompendium der zeitgenössischen Apothekenkunde bietet.
EINBAND: Zeitgenössischer Schweinslederband über Holzdeckeln auf 3 Doppelbünden mit spätgotischer Blindprägung: Beide Deckel mit Rahmenaufbau aus mehrfachen Streicheisenlinien, Felder mit Rautengerank und Einzelstempeln, darunter Blattwerk mit Knospe, Schriftband etc.; 2 Messing-Schließen. Folio. 31,5 : 21 cm. - ILLUSTRATION: Mit 339 (st. 386) Textholzschnitten, davon 232 in zeitgenössischem Kolorit, und zahlreichen, meist altkolorierten schwarzgrundigen Holzschnitt-Initialen sowie zahlreichen eingemalten Lombarden in Rot. - KOLLATION: 179 (st. 224) Bll. Got. Type. 2 Spalten. 43 Zeilen. Überwiegend rubriziert, mit eingemalten Lombarden sowie hs. Kolumnentitel (Pflanzenname) in Rot. - ZUSTAND: Es fehlen die ersten 10 und die letzten 35 Bll. - Die Kolorierung und Rubrizierung wurde bis Bl. s2 ausgeführt, danach unkoloriert. - Insgesamt etwas fleckig (meist im Randbereich), am Kopfsteg leicht wasserrandig, vereinz. Randläsuren, erste Bll. gering wurmstichig. Für ein vielbenutztes medizinisches Hausbuch der Inkunabelzeit in guter Gesamterhaltung. - PROVENIENZ: Vord. Innendeckel mit hs. Namenseintrag eines "B. Landelin" aus Heistersheim im Breisgau (16. Jh.). - Süddeutsche Privatsammlung.
LITERATUR: Hain 8947. - Goff G-101 (datiert 1486; nur 2 Expl.). - GW M09764 (datiert 1492/93). - BSB W-98. - Klebs 507.4. - Klebs, Early Herbals 28. - Schreiber 4341. - Schramm XXII, S. 45. - Nissen Bot. 2281. - Heilmann S. 120. - Sudhoff 79. - Nicht im BMC.
Extremely rare German edition of the Hortus Sanitatis, the only Swiss incunabulum edition. One of the first scholarly incunabula written in a vernacular language. With 339 (of 386) woodcuts, 232 of which are colored by a contemporary hand. Contemp. pigskin over wooden boards with late gothic blind-toooling and 2 brass clasps. 179 (of 224) leaves, missing the first 10 and the last 35 leaves. The coloring and rubrication were completed up to leaf s2. - Some staining throughout, upper margin slightly waterstained, here and there small marginal defects, first leaves with some wormholes. For a medical handbook in good overall condition. From a private collection in southern Germany.
Gart der Gesundheit. (Basel, Michael Furter, um 1487-1490).
• Extrem seltene deutsche Ausgabe des Hortus sanitatis
• Einzige Schweizer Inkunabelausgabe
• Eine der ersten wissenschaftlichen Inkunabeln in einer Volkssprache
• Zählt zu den wichtigsten frühen Werken der Naturkunde
• Mit über 300 Holzschnitten, überwiegend altkoloriert
• In einem zeitgenössischen Holzdeckelband
Der Gart der Gesundheit – erstmals im März 1485 von Peter Schöffer in Mainz gedruckt – markiert den Beginn der neuzeitlichen gedruckten Botanik und Naturkunde im deutschsprachigen Raum. Während das pharmazeutische Wissen der Klöster und Spitäler zuvor fast ausschließlich in lateinischen Handschriften überliefert war, eröffnete dieses volkssprachliche Werk breiten Kreisen der Heilkundigen und Apotheker den Zugang zu einer umfassenden Enzyklopädie der Naturheilkunde. Die vorliegende Basler Ausgabe aus der Offizin von Michael Furter gehört zu den seltensten frühen Drucken des Werkes. Furter, der ab ca. 1488 in Basel nachweisbar ist und durch die Herausgabe illustrierter Meisterwerke (wie der Margarita Philosophica ) Berühmtheit erlangte, übernahm die Stöcke der berühmten Holzschnitte von Grüninger aus Straßburg, dessen Gart-Ausgabe1485/86 erschien.
"This extremely rare and only herbal that was printed in Switzerland before 1500 is a nearly exact page for page reprint of Grüninger's edition, showing only slight variants of orthography etc. The cuts with chapter numbers are printed from Grüninger's woodblocks .. Furter adds for the first time pretty floreated woodcut initials, white on black ground, to most of the chapters" (Klebs, Early Herbals).
Als Kompilator der deutschen Ausgabe gilt der Arzt Johannes de Cuba aus Frankfurt. Auf Grundlage des lateinischen Hortus sanitatis entstand ein eigenständiges volkssprachliches Werk, das mit textlichen und künstlerischen Neuerungen ein umfassendes Kompendium der zeitgenössischen Apothekenkunde bietet.
EINBAND: Zeitgenössischer Schweinslederband über Holzdeckeln auf 3 Doppelbünden mit spätgotischer Blindprägung: Beide Deckel mit Rahmenaufbau aus mehrfachen Streicheisenlinien, Felder mit Rautengerank und Einzelstempeln, darunter Blattwerk mit Knospe, Schriftband etc.; 2 Messing-Schließen. Folio. 31,5 : 21 cm. - ILLUSTRATION: Mit 339 (st. 386) Textholzschnitten, davon 232 in zeitgenössischem Kolorit, und zahlreichen, meist altkolorierten schwarzgrundigen Holzschnitt-Initialen sowie zahlreichen eingemalten Lombarden in Rot. - KOLLATION: 179 (st. 224) Bll. Got. Type. 2 Spalten. 43 Zeilen. Überwiegend rubriziert, mit eingemalten Lombarden sowie hs. Kolumnentitel (Pflanzenname) in Rot. - ZUSTAND: Es fehlen die ersten 10 und die letzten 35 Bll. - Die Kolorierung und Rubrizierung wurde bis Bl. s2 ausgeführt, danach unkoloriert. - Insgesamt etwas fleckig (meist im Randbereich), am Kopfsteg leicht wasserrandig, vereinz. Randläsuren, erste Bll. gering wurmstichig. Für ein vielbenutztes medizinisches Hausbuch der Inkunabelzeit in guter Gesamterhaltung. - PROVENIENZ: Vord. Innendeckel mit hs. Namenseintrag eines "B. Landelin" aus Heistersheim im Breisgau (16. Jh.). - Süddeutsche Privatsammlung.
LITERATUR: Hain 8947. - Goff G-101 (datiert 1486; nur 2 Expl.). - GW M09764 (datiert 1492/93). - BSB W-98. - Klebs 507.4. - Klebs, Early Herbals 28. - Schreiber 4341. - Schramm XXII, S. 45. - Nissen Bot. 2281. - Heilmann S. 120. - Sudhoff 79. - Nicht im BMC.
Extremely rare German edition of the Hortus Sanitatis, the only Swiss incunabulum edition. One of the first scholarly incunabula written in a vernacular language. With 339 (of 386) woodcuts, 232 of which are colored by a contemporary hand. Contemp. pigskin over wooden boards with late gothic blind-toooling and 2 brass clasps. 179 (of 224) leaves, missing the first 10 and the last 35 leaves. The coloring and rubrication were completed up to leaf s2. - Some staining throughout, upper margin slightly waterstained, here and there small marginal defects, first leaves with some wormholes. For a medical handbook in good overall condition. From a private collection in southern Germany.
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