Auktion: 610 / Rare Books am 23.11.2026 in Hamburg → Lot 126001061

126001061
Horst Janssen
Mappe: Hannos Tod (23 Blatt), 1972/73.
Radierung
Schätzpreis: € 4.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126001061
Horst Janssen
Mappe: Hannos Tod (23 Blatt), 1972/73.
Radierung
Schätzpreis: € 4.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Horst Janssen
Hanno's Tod. Dreiundzwanzig Selbstbildnisse zu einem Text von Thomas Mann aus den 'Buddenbrooks'. Hrsg. von Joachim C. Fest. Agno, Pantheon Presse 1973.
Vollständige Graphikfolge Horst Janssens - "die spektakulärste Leistung dieses Jahres" (Stefan Blessin).
1 von 90 numerierten Exemplaren. - Sämtliche Blätter signiert sowie numeriert und datiert, tlw. auch in der Platte datiert. Gedruckt auf schönen, verschiedenfarbigen Vélin- und Büttenpapieren, Papierformat ca. 41 : 32 cm; Plattenformat ca. 22 : 14 cm, jeweils unter Passepartout montiert.
Die Mappe entstand im Dezember 1972 auf literarische Anregung von Joachim Fest. - "Der Plan, eine Folge von Radierungen in unabhängiger Parallele zu einem Text zu machen, beschäftigte Janssen neben seinen anderen Arbeiten im Sommer 1972 über mehrere Monate .. bis sich schließlich das Interesse auf ein Kapitel aus den Buddenbrooks von Thomas Mann konzentrierte, in dem der Verlauf der tödlichen Krankheit des kleinen Hanno Buddenbrook von den ersten noch scheinbar harmlosen Symptomen bis zur Einsicht in die völlige Hoffnungslosigkeit beschrieben wird. Den Gegensätzen dieser Erzählung, Gesundheit und Krankheit, die zum Tode führt, sind in der Radierfolge Hanno's Tod als Parallele zwei andere Pole hinzugefügt: das menschliche Gesicht - das eigene des Radierers - und die Auflösung seiner Grundelemente in die Landschaft" (G. Schack, Horst Janssen. Selbstbildnisse zu 'Hanno's Tod'. Hamburg 1975. S. 63ff.).
"Wenn Selbsterkenntnis je bis an das Ende vorgedrungen ist und die Visionen des Verfalls wie Pestfliegen angezogen hat, dann in diesen Bildern, die zu Recht schonungslos heißen .. Janssen war am Ziel. Diesseits und Jenseits, die Landschaft und die Vision des Todes, teilten sich ihm gleichzeitig mit - in einem Zug. Derart mehrdeutig und vielgestaltig, brauchte er die Radiernadel nicht mal abzusetzen. Derselbe Strich erging sich in gegensätzlichen Bildern. Diese Wandlungsfähigkeit ist das Janssen-Elixier. Keine Serie zeigt es besser als Hanno's Tod. Eine zur Sturzflut entfesselte Fülle von Gesichten und Gesichtern" (St. Blessin, Horst Janssen. Hamburg 1984, S. 375ff.).
EINBAND: Lose Graphiken jeweils unter Passepartout, in Orig.-Papp.-Kassette mit schwarzgeprägtem Rückentitel; zusätzlich in einem Papp.-Schuber (lädiert). 48 : 37 cm. - ILLUSTRATION: Folge von 23 signierten Orig.-Radierungen. - PROVENIENZ: Privatsammlung Hessen.
LITERATUR: Gäßler 22. - Frielinghaus 1972/130-142, 144-146, 148-150, 152, 154-156. - Arnold 1484.
Complete copy of this important series by Horst Janssen, - "his most spectecular work" of 1972. Suite of 23 signed orig. etchings. Loose leaves under passeparout in orig. book case.
Hanno's Tod. Dreiundzwanzig Selbstbildnisse zu einem Text von Thomas Mann aus den 'Buddenbrooks'. Hrsg. von Joachim C. Fest. Agno, Pantheon Presse 1973.
Vollständige Graphikfolge Horst Janssens - "die spektakulärste Leistung dieses Jahres" (Stefan Blessin).
1 von 90 numerierten Exemplaren. - Sämtliche Blätter signiert sowie numeriert und datiert, tlw. auch in der Platte datiert. Gedruckt auf schönen, verschiedenfarbigen Vélin- und Büttenpapieren, Papierformat ca. 41 : 32 cm; Plattenformat ca. 22 : 14 cm, jeweils unter Passepartout montiert.
Die Mappe entstand im Dezember 1972 auf literarische Anregung von Joachim Fest. - "Der Plan, eine Folge von Radierungen in unabhängiger Parallele zu einem Text zu machen, beschäftigte Janssen neben seinen anderen Arbeiten im Sommer 1972 über mehrere Monate .. bis sich schließlich das Interesse auf ein Kapitel aus den Buddenbrooks von Thomas Mann konzentrierte, in dem der Verlauf der tödlichen Krankheit des kleinen Hanno Buddenbrook von den ersten noch scheinbar harmlosen Symptomen bis zur Einsicht in die völlige Hoffnungslosigkeit beschrieben wird. Den Gegensätzen dieser Erzählung, Gesundheit und Krankheit, die zum Tode führt, sind in der Radierfolge Hanno's Tod als Parallele zwei andere Pole hinzugefügt: das menschliche Gesicht - das eigene des Radierers - und die Auflösung seiner Grundelemente in die Landschaft" (G. Schack, Horst Janssen. Selbstbildnisse zu 'Hanno's Tod'. Hamburg 1975. S. 63ff.).
"Wenn Selbsterkenntnis je bis an das Ende vorgedrungen ist und die Visionen des Verfalls wie Pestfliegen angezogen hat, dann in diesen Bildern, die zu Recht schonungslos heißen .. Janssen war am Ziel. Diesseits und Jenseits, die Landschaft und die Vision des Todes, teilten sich ihm gleichzeitig mit - in einem Zug. Derart mehrdeutig und vielgestaltig, brauchte er die Radiernadel nicht mal abzusetzen. Derselbe Strich erging sich in gegensätzlichen Bildern. Diese Wandlungsfähigkeit ist das Janssen-Elixier. Keine Serie zeigt es besser als Hanno's Tod. Eine zur Sturzflut entfesselte Fülle von Gesichten und Gesichtern" (St. Blessin, Horst Janssen. Hamburg 1984, S. 375ff.).
EINBAND: Lose Graphiken jeweils unter Passepartout, in Orig.-Papp.-Kassette mit schwarzgeprägtem Rückentitel; zusätzlich in einem Papp.-Schuber (lädiert). 48 : 37 cm. - ILLUSTRATION: Folge von 23 signierten Orig.-Radierungen. - PROVENIENZ: Privatsammlung Hessen.
LITERATUR: Gäßler 22. - Frielinghaus 1972/130-142, 144-146, 148-150, 152, 154-156. - Arnold 1484.
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