Auktion: 611 / Day Sale am 05.12.2026 in München → Lot 126001239

126001239
Max Slevogt
Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen, (Vor) 1920.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126001239
Max Slevogt
Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen, (Vor) 1920.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Max Slevogt
1868 - 1932
Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen. (Vor) 1920.
Öl auf Leinwand.
Links oben signiert. 61 x 84 cm (24 x 33 in). [AW].
• Besonders strahlendes und lebendiges Früchtestillleben des bedeutenden deutschen Impressionisten.
• Mit souverän lockerer und dynamischer Pinselführung bannt Max Slevogt das Vergängliche auf die Leinwand.
• Einst 100 Jahre im Familienbesitz des Slevogt-Sammlers und Mäzens Carl Steinbart (1852-1923).
• Früchtestillleben des Künstlers befinden sich in renommierten Museen, darunter das Städel Museum, Frankfurt a. Main, die Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe, und die Neue Pinakothek, München.
PROVENIENZ: Sammlung Carl Steinbart, Berlin (ca. 1920/23 beim Künstler erworben).
Sammlung Dora Stach, geb. Steinbart, Amsterdam (1923 durch Erbschaft vom Vorgenannten, bis 2022 in Familienbesitz).
Privatsammlung Norddeutschland (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Herbstausstellung, Akademie der Künste, Berlin, 1920.
Max Slevogt. Gemälde, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen. Zu seinem 60. Geburtstage, Preußische Akademie der Künste, Berlin, Oktober bis November 1928, Kat.-Nr. 142 (S. 15, hier datiert "1922").
Schilderkunst uit La Belle Epoque, Singer Musuem, Laren, 1964, Kat.-Nr. 64.
LITERATUR: Hans-Jürgen Imiela, Max Slevogt. Eine Monographie, Karlsruhe 1968, S. 437, Anm. 1.
- -
Max J. Friedländer. Die Herbausstellung der Berliner Akademie, in: Kunst und Künstler, Jg. XIX, Heft 4, Januar 1921, S. 124-138, hier S. 133 (m. Abb. S. 124).
Wilken von Alten, Max Slevogt, Bielefeld/Leipzig 1926, S. 71f. u. S. 69 (m. Abb. 82).
1868 - 1932
Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen. (Vor) 1920.
Öl auf Leinwand.
Links oben signiert. 61 x 84 cm (24 x 33 in). [AW].
• Besonders strahlendes und lebendiges Früchtestillleben des bedeutenden deutschen Impressionisten.
• Mit souverän lockerer und dynamischer Pinselführung bannt Max Slevogt das Vergängliche auf die Leinwand.
• Einst 100 Jahre im Familienbesitz des Slevogt-Sammlers und Mäzens Carl Steinbart (1852-1923).
• Früchtestillleben des Künstlers befinden sich in renommierten Museen, darunter das Städel Museum, Frankfurt a. Main, die Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe, und die Neue Pinakothek, München.
PROVENIENZ: Sammlung Carl Steinbart, Berlin (ca. 1920/23 beim Künstler erworben).
Sammlung Dora Stach, geb. Steinbart, Amsterdam (1923 durch Erbschaft vom Vorgenannten, bis 2022 in Familienbesitz).
Privatsammlung Norddeutschland (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Herbstausstellung, Akademie der Künste, Berlin, 1920.
Max Slevogt. Gemälde, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen. Zu seinem 60. Geburtstage, Preußische Akademie der Künste, Berlin, Oktober bis November 1928, Kat.-Nr. 142 (S. 15, hier datiert "1922").
Schilderkunst uit La Belle Epoque, Singer Musuem, Laren, 1964, Kat.-Nr. 64.
LITERATUR: Hans-Jürgen Imiela, Max Slevogt. Eine Monographie, Karlsruhe 1968, S. 437, Anm. 1.
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Max J. Friedländer. Die Herbausstellung der Berliner Akademie, in: Kunst und Künstler, Jg. XIX, Heft 4, Januar 1921, S. 124-138, hier S. 133 (m. Abb. S. 124).
Wilken von Alten, Max Slevogt, Bielefeld/Leipzig 1926, S. 71f. u. S. 69 (m. Abb. 82).
Max Slevogts "Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen" verbindet die unmittelbare Anschaulichkeit des Augenblicks mit einer souverän gestalteten Komposition. Auf der dunkelgrünen Tischplatte gruppiert der Künstler leuchtend rote Äpfel, dunkelviolett-blaue Trauben und Zwetschgen zu einer ausgewogenen, pyramidenförmigen Anordnung. Locker und dynamisch gesetzte Pinselstriche verleihen den Früchten eine lebendige Präsenz. Das von links einfallende Licht hebt ihre Formen und feinen Farbabstufungen schön hervor. Im Hintergrund leuchtet das Grün der Wiese und verankert das Stillleben in einer sommerlichen Szenerie, in der sich der Wechsel der Jahreszeit mit den Andeutungen von rötlichen Traubenblättern bereits abzeichnet.
Ab 1914 verbringt Slevogt regelmäßig die Sommermonate auf seinem Landsitz bei Neukastel. Die Ruhe der Landschaft bietet ihm Rückzug und Inspiration. Wiederholt verlegt er seine Arbeit aus dem Atelier ins Freie. So entwickelt er eine eigenständige Freilichtmalerei, die neben jener Max Liebermanns und Lovis Corinths einen wichtigen Beitrag zur deutschen Moderne leistet. Zu Beginn der 1920er Jahre nimmt er auch die Stilllebenmalerei erneut auf – und erschließt dem vertrauten Sujet eine frische, unmittelbare Bildsprache.
Das um 1920/23 entstandene Werk gehört zu einer Reihe von Stillleben, die Slevogt auf der Terrasse seines Landsitzes malt. Neben seinen Landschaften, in denen er seine enge Verbundenheit mit der pfälzischen Natur zum Ausdruck bringt, widmet er sich hier der unmittelbaren Beobachtung alltäglicher Motive. Dabei vereint er impressionistische Spontaneität mit einer ausdrucksstarken, stellenweise expressiven Farbigkeit. Die skizzenhaft behandelten Partien kontrastieren mit den plastisch hervorgehobenen Früchten. In der klaren Bildordnung und im freien Farbauftrag klingt zugleich Slevogts Auseinandersetzung mit Édouard Manet an, dessen Werke er 1899 bei Paul Cassirer und später in den Secessionsausstellungen kennenlernt.
Die frühe Rezeption bestätigt die besondere Wertschätzung des Gemäldes. Carl Steinbart (1852–1923) erwirbt es wohl um 1920/23 direkt vom Künstler und nimmt es in seine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst auf. Diese umfasst neben Werken von Gustave Courbet und Arnold Böcklin Arbeiten von Max Liebermann, Lovis Corinth und Edvard Munch. Den größten Anteil bilden mit mehr als 70 Gemälden jedoch Werke Slevogts. Dass "Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen" über Jahrzehnte in Familienbesitz bleibt und kurz nach seiner Entstehung in der Berliner Akademie der Künste ausgestellt wird, bezeugt seine frühe Wertschätzung. In seiner Rezension hebt Max J. Friedländer das Gemälde eigens hervor – eine Würdigung, die seine künstlerische Qualität und historische Bedeutung unterstreicht. [AW]
Ab 1914 verbringt Slevogt regelmäßig die Sommermonate auf seinem Landsitz bei Neukastel. Die Ruhe der Landschaft bietet ihm Rückzug und Inspiration. Wiederholt verlegt er seine Arbeit aus dem Atelier ins Freie. So entwickelt er eine eigenständige Freilichtmalerei, die neben jener Max Liebermanns und Lovis Corinths einen wichtigen Beitrag zur deutschen Moderne leistet. Zu Beginn der 1920er Jahre nimmt er auch die Stilllebenmalerei erneut auf – und erschließt dem vertrauten Sujet eine frische, unmittelbare Bildsprache.
Das um 1920/23 entstandene Werk gehört zu einer Reihe von Stillleben, die Slevogt auf der Terrasse seines Landsitzes malt. Neben seinen Landschaften, in denen er seine enge Verbundenheit mit der pfälzischen Natur zum Ausdruck bringt, widmet er sich hier der unmittelbaren Beobachtung alltäglicher Motive. Dabei vereint er impressionistische Spontaneität mit einer ausdrucksstarken, stellenweise expressiven Farbigkeit. Die skizzenhaft behandelten Partien kontrastieren mit den plastisch hervorgehobenen Früchten. In der klaren Bildordnung und im freien Farbauftrag klingt zugleich Slevogts Auseinandersetzung mit Édouard Manet an, dessen Werke er 1899 bei Paul Cassirer und später in den Secessionsausstellungen kennenlernt.
Die frühe Rezeption bestätigt die besondere Wertschätzung des Gemäldes. Carl Steinbart (1852–1923) erwirbt es wohl um 1920/23 direkt vom Künstler und nimmt es in seine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst auf. Diese umfasst neben Werken von Gustave Courbet und Arnold Böcklin Arbeiten von Max Liebermann, Lovis Corinth und Edvard Munch. Den größten Anteil bilden mit mehr als 70 Gemälden jedoch Werke Slevogts. Dass "Stillleben mit Äpfeln, Trauben und Zwetschgen" über Jahrzehnte in Familienbesitz bleibt und kurz nach seiner Entstehung in der Berliner Akademie der Künste ausgestellt wird, bezeugt seine frühe Wertschätzung. In seiner Rezension hebt Max J. Friedländer das Gemälde eigens hervor – eine Würdigung, die seine künstlerische Qualität und historische Bedeutung unterstreicht. [AW]
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