Auktion: 612 / Evening Sale am 04.12.2026 in München → Lot 126000827

126000827
Ernst Wilhelm Nay
Figuration leicht und schwer, 1953.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000827
Ernst Wilhelm Nay
Figuration leicht und schwer, 1953.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Ernst Wilhelm Nay
1902 - 1968
Figuration leicht und schwer. 1953.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Verso auf dem Keilrahmen erneut datiert sowie betitelt und mit der Richtungsangabe "oben" bezeichnet. 100 x 120 cm (39,3 x 47,2 in).
Verso auf dem Keilrahmen ursprünglich wohl ebenfalls signiert; die Signatur ist heute jedoch nur noch fragmentarisch erhalten. [AR].
• Purer Farb-Rhythmus und mitreißende Freiheit des Ausdrucks.
• Höchst dynamische, kraftvolle Arbeit, in der die Aufbruchsstimmung der Kölner Nachkriegszeit spürbar ist.
• Aus der Werkgruppe der "Rhythmischen Bildern", dem Beginn von Nays so wichtiger, rein abstrakter Schaffensphase.
• Im Entstehungsjahr in einer großen Einzelausstellung des Künstlers ausgestellt.
• Seit 70 Jahren in privatem Familienbesitz.
PROVENIENZ: Privatbesitz.
Galerie Hella Nebelung, Düsseldorf (1956).
Privatsammlung Süddeutschland (seit 1956, vom Vorgenannten erworben).
Seitdem in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: E. W. Nay. Ölgemälde, Aquarelle und Graphiken, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 4.4.-3.5.1953, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck, 17.5.-21.6.1953, Kunstverein in Bremen in der Kunsthalle Bremen, Bremen, Juli-Aug. 1953, Frankfurter Kunstverein Steinernes Haus, Frankfurt a. Main, 13.9.-5.10.1953.
LITERATUR: Aurel Scheibler, Ernst Wilhelm Nay. Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. II: 1952-1968, Köln 1990, WVZ-Nr. 690 (hier noch ohne Abb. und mit dem Vermerk "Verbleib unbekannt").
1902 - 1968
Figuration leicht und schwer. 1953.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Verso auf dem Keilrahmen erneut datiert sowie betitelt und mit der Richtungsangabe "oben" bezeichnet. 100 x 120 cm (39,3 x 47,2 in).
Verso auf dem Keilrahmen ursprünglich wohl ebenfalls signiert; die Signatur ist heute jedoch nur noch fragmentarisch erhalten. [AR].
• Purer Farb-Rhythmus und mitreißende Freiheit des Ausdrucks.
• Höchst dynamische, kraftvolle Arbeit, in der die Aufbruchsstimmung der Kölner Nachkriegszeit spürbar ist.
• Aus der Werkgruppe der "Rhythmischen Bildern", dem Beginn von Nays so wichtiger, rein abstrakter Schaffensphase.
• Im Entstehungsjahr in einer großen Einzelausstellung des Künstlers ausgestellt.
• Seit 70 Jahren in privatem Familienbesitz.
PROVENIENZ: Privatbesitz.
Galerie Hella Nebelung, Düsseldorf (1956).
Privatsammlung Süddeutschland (seit 1956, vom Vorgenannten erworben).
Seitdem in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: E. W. Nay. Ölgemälde, Aquarelle und Graphiken, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 4.4.-3.5.1953, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck, 17.5.-21.6.1953, Kunstverein in Bremen in der Kunsthalle Bremen, Bremen, Juli-Aug. 1953, Frankfurter Kunstverein Steinernes Haus, Frankfurt a. Main, 13.9.-5.10.1953.
LITERATUR: Aurel Scheibler, Ernst Wilhelm Nay. Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. II: 1952-1968, Köln 1990, WVZ-Nr. 690 (hier noch ohne Abb. und mit dem Vermerk "Verbleib unbekannt").
Ernst Wilhelm Nay zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Mit großer Konsequenz entwickelt er über die Jahrzehnte hinweg eine eigenständige Bildsprache, in der Farbe, Rhythmus und Dynamik zu seinen zentralen Ausdrucksmitteln wurden. Einen wichtigen Wendepunkt markiert dabei unter anderem seine Kölner Schaffensphase Anfang der 1950er-Jahre. Im Winter 1951 verlässt er sein Atelier in Hofheim im Taunus und zieht in die pulsierende Großstadt am Rhein. In diesem noch stark vom Krieg gezeichneten städtischen Umfeld erlebt er ein neues, von Dynamik und Aufbruch geprägtes Lebensgefühl und beschäftigte sich unter anderem intensiv mit moderner und elektronischer Musik, wie etwa von Pierre Boulez, Luigi Nono und Karlheinz Stockhausen. Diese Atmosphäre wirkt sich unmittelbar auf seine Arbeit aus und führt zur Entstehung der Werkgruppe der „Rhythmischen Bilder“ (1952/53), in der Nay den entscheidenden Schritt zur rein abstrakten Malerei vollzieht.
Die Farbe löst sich nun vollständig von jedem gegenständlichen Bezug. Frei gesetzte, rhythmisch bewegte Farbflächen überziehen die Leinwand. Harte Konturen und geometrische Formen treten zugunsten eines offenen, dynamischen Bildraums zurück. Auch in seiner Arbeit "Figuration leicht und schwer" von 1953 verbindet Nay diese neu entdeckte Freiheit des Ausdrucks mit einer durchkomponierten Farb- und Bewegungsordnung. In der äußerst kraftvollen Komposition treffen leuchtende Farbklänge auf strukturierende, schwarze Akzente und erzeugen im Wechselspiel einen intensiven, beinahe körperlich erfahrbaren Rhythmus, der die Einflüsse der Kölner Nachkriegszeit unmittelbar spürbar werden lässt. Noch im Entstehungsjahr wird die höchst dynamische Arbeit in der großen Einzelausstellung „E. W. Nay. Ölgemälde, Aquarelle und Graphiken“ in Düsseldorf, Lübeck, Bremen und Frankfurt am Main erstmals ausgestellt. Seit rund 70 Jahren befand es sich daraufhin in privatem Familienbesitz und wird hier nun erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten. [AR]
Die Farbe löst sich nun vollständig von jedem gegenständlichen Bezug. Frei gesetzte, rhythmisch bewegte Farbflächen überziehen die Leinwand. Harte Konturen und geometrische Formen treten zugunsten eines offenen, dynamischen Bildraums zurück. Auch in seiner Arbeit "Figuration leicht und schwer" von 1953 verbindet Nay diese neu entdeckte Freiheit des Ausdrucks mit einer durchkomponierten Farb- und Bewegungsordnung. In der äußerst kraftvollen Komposition treffen leuchtende Farbklänge auf strukturierende, schwarze Akzente und erzeugen im Wechselspiel einen intensiven, beinahe körperlich erfahrbaren Rhythmus, der die Einflüsse der Kölner Nachkriegszeit unmittelbar spürbar werden lässt. Noch im Entstehungsjahr wird die höchst dynamische Arbeit in der großen Einzelausstellung „E. W. Nay. Ölgemälde, Aquarelle und Graphiken“ in Düsseldorf, Lübeck, Bremen und Frankfurt am Main erstmals ausgestellt. Seit rund 70 Jahren befand es sich daraufhin in privatem Familienbesitz und wird hier nun erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten. [AR]
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