Auktion: 612 / Evening Sale am 04.12.2026 in München → Lot 126000888

126000888
Gabriele Münter
Landstraße mit gelbem Haus, 1949.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 120.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000888
Gabriele Münter
Landstraße mit gelbem Haus, 1949.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 120.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Gabriele Münter
1877 - 1962
Landstraße mit gelbem Haus. 1949.
Öl auf Malpappe.
Verso mit dem Nachlassstempel sowie einem Aufkleber mit der gestempelten Nummer "579" und einem weiteren Aufkleber mit der teils handschriftlich, teils gestempelten Nummer "L 228". Verso handschriftlich bezeichnet "nach 1930". 31 x 44 cm (12,2 x 17,3 in).
• Atmosphärischer Blick ins "Blaue Land".
• Seltene, gebrochene Farbpalette.
• Als Schlüsselfigur des "Blauen Reiter" verbindet Münter zeitlebens Naturdarstellung, Ausdruck und Farbe auf besondere Weise.
PROVENIENZ: Sammlung Dietmar Manke, Schleswig/Holstein.
LITERATUR: Mit einer Echt.
1877 - 1962
Landstraße mit gelbem Haus. 1949.
Öl auf Malpappe.
Verso mit dem Nachlassstempel sowie einem Aufkleber mit der gestempelten Nummer "579" und einem weiteren Aufkleber mit der teils handschriftlich, teils gestempelten Nummer "L 228". Verso handschriftlich bezeichnet "nach 1930". 31 x 44 cm (12,2 x 17,3 in).
• Atmosphärischer Blick ins "Blaue Land".
• Seltene, gebrochene Farbpalette.
• Als Schlüsselfigur des "Blauen Reiter" verbindet Münter zeitlebens Naturdarstellung, Ausdruck und Farbe auf besondere Weise.
PROVENIENZ: Sammlung Dietmar Manke, Schleswig/Holstein.
LITERATUR: Mit einer Echt.
1931 zieht Gabriele Münter nach rastlosen Jahren des Reisens wieder nach Murnau in ihr "Russen-Haus", in dem sie von 1908-14 mit Wassily Kandinsky gelebt hat. Es ist eine Rückkehr an einen für sie emotional sehr bedeutsamen Ort. "Sie beginnt , von dem jahrelang verwaisten und verwahrlosten Haus wieder Besitz zu ergreifen. [...] Ganz deutlich knüpft sie in den zahlreichen nun entstehenden Gemälden [...] an ihren Stil der Vorkriegszeit, der Zeit des "Blauen Reiter", an, nur dass die Formen jetzt weicher, homogener, weniger expressiv sind. Selbst in der Motivwahl greift sie häufig auf alte Plätze und Ansichten zurück..." (zit.nach: Annegret Hoberg,Gabriele Münter, München 2003, S. 39). Stillleben, Porträts und Landschaften, darunter Ansichten des Staffelsees und der Umgebung Murnaus entstehen. In den folgenden Jahren befreit Gabriele Münter sich von den frühen Vorbildern. In diese Schaffensphase gehört das vorliegende Gemälde "Landstraße mit gelbem Haus".
Gabriele Münter findet zu einer neuen Farbigkeit und Farbverwendung. Die Farbtöne sind leicht gebrochen ohne den Verlust von Frische oder Leuchtkraft. Die Farbflächen sind in sich mit fast unmerklich variierenden Abtönungen gesetzt. So schafft Gabriele Münter wie beiläufig eine minimale Andeutung von Räumlichkeit. Mit wenigen Mitteln fasst sie die vertraute und lieb gewonnene Landschaft zu einer klaren, spannungsreichen Komposition zusammen.
Man spürt ihre emotionale Verbundenheit zu der Landschaft durch die Farbe als Stimmungsträger. Werke wie das Vorliegende Gemälde stehen in Ihrer Ausdruckskraft den frühen Arbeiten in nichts nach.
Das Entstehungsjahr unseres Gemäldes ist auch das Jahr, in dem Gabriele Münter in Kontakt mit Hans Konrad Roethel kommt. Im Haus der Kunst richtet Hans Grote die große Ausstellung "Der Blaue Reiter" aus, "die wesentlich zu einer Rehabilitierung der lange verfemten Kunst der Avantgarde beiträgt. Münter ist als Leihgeberin bei der Eröffnung zugegen und kommt während der Vorbereitungen erstmals in Kontakt mit Hans Korad Roethel, dem späteren Direktor des Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München" (a.a.O. S. 40). Münter hatte über die Zeit des Nationalsozialismus den Bilderschatz der Werke von Wassiliy Kandinsky aus der gemeinsamen Murnauer Zeit bewahrt. In zwei Tranchen stiftet Gabriele Münter diese Kostbarkeiten 1957 und 1962 ihren gesamten Nachlass an das Lenbachhaus und begründet damit die herausragende Expressionistensammlung und das Archiv der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung in diesem Haus. [EH]
Gabriele Münter findet zu einer neuen Farbigkeit und Farbverwendung. Die Farbtöne sind leicht gebrochen ohne den Verlust von Frische oder Leuchtkraft. Die Farbflächen sind in sich mit fast unmerklich variierenden Abtönungen gesetzt. So schafft Gabriele Münter wie beiläufig eine minimale Andeutung von Räumlichkeit. Mit wenigen Mitteln fasst sie die vertraute und lieb gewonnene Landschaft zu einer klaren, spannungsreichen Komposition zusammen.
Man spürt ihre emotionale Verbundenheit zu der Landschaft durch die Farbe als Stimmungsträger. Werke wie das Vorliegende Gemälde stehen in Ihrer Ausdruckskraft den frühen Arbeiten in nichts nach.
Das Entstehungsjahr unseres Gemäldes ist auch das Jahr, in dem Gabriele Münter in Kontakt mit Hans Konrad Roethel kommt. Im Haus der Kunst richtet Hans Grote die große Ausstellung "Der Blaue Reiter" aus, "die wesentlich zu einer Rehabilitierung der lange verfemten Kunst der Avantgarde beiträgt. Münter ist als Leihgeberin bei der Eröffnung zugegen und kommt während der Vorbereitungen erstmals in Kontakt mit Hans Korad Roethel, dem späteren Direktor des Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München" (a.a.O. S. 40). Münter hatte über die Zeit des Nationalsozialismus den Bilderschatz der Werke von Wassiliy Kandinsky aus der gemeinsamen Murnauer Zeit bewahrt. In zwei Tranchen stiftet Gabriele Münter diese Kostbarkeiten 1957 und 1962 ihren gesamten Nachlass an das Lenbachhaus und begründet damit die herausragende Expressionistensammlung und das Archiv der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung in diesem Haus. [EH]
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