Auktion: 612 / Evening Sale am 04.12.2026 in München → Lot 126000616
126000616
Philip Guston
Untitled, 1957.
Öl auf Papier, auf Holzfaserplatte aufgezogen
Schätzpreis: € 250.000 - 350.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000616
Philip Guston
Untitled, 1957.
Öl auf Papier, auf Holzfaserplatte aufgezogen
Schätzpreis: € 250.000 - 350.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Philip Guston
1913 - 1980
Untitled. 1957.
Öl auf Papier, auf Holzfaserplatte aufgezogen.
Unten mittig signiert und datiert. 63,5 x 88,9 cm (25 x 35 in).
[AR].
• PURE EMOTION Kraftvoller Duktus in Gustons unverkennbarer Farbpalette.
• GESUCHT Die abstrakten Arbeiten der 1950er zählen neben seinen figurativen Arbeiten der 1970er Jahre zu den gefragtesten Arbeiten auf dem internationalen
Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
ABSTRACT EXPRESSIONISM 1957 gehört Guston zu den führenden Vertretern der Bewegung.
• WELTBÜHNE Teilnahme an der documenta II, 1959, sowie an der Biennale di Venezia, 1960.
• MUSEAL Vergleichbare Arbeiten befinden sich im Museum of Modern Art, New York, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und in der Tate Modern, London.
PROVENIENZ: Leo Castelli Gallery, New York.
Privatsammlung New York (ca. 1958).
Privatsammlung New York (durch Erbschaft vom Vorgenannten).
Sammlung Deutschland (vom Vorgenannten erworben, Sotheby's, New York, Private Sale).
Firmensammlung Schweiz ( (seit 2018, Dorotheum Wien).
LITERATUR: Dorotheum, Wien, Auktion Contemporary Art Part I, 16.5.2018, Los 209 (m. Farbabb.).
Philip Guston, 1956, zit. nach: Ausst.-Kat. 12 Americans, The Museum of Modern Art, New York 1956, S. 36.
1913 - 1980
Untitled. 1957.
Öl auf Papier, auf Holzfaserplatte aufgezogen.
Unten mittig signiert und datiert. 63,5 x 88,9 cm (25 x 35 in).
[AR].
• PURE EMOTION Kraftvoller Duktus in Gustons unverkennbarer Farbpalette.
• GESUCHT Die abstrakten Arbeiten der 1950er zählen neben seinen figurativen Arbeiten der 1970er Jahre zu den gefragtesten Arbeiten auf dem internationalen
Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
ABSTRACT EXPRESSIONISM 1957 gehört Guston zu den führenden Vertretern der Bewegung.
• WELTBÜHNE Teilnahme an der documenta II, 1959, sowie an der Biennale di Venezia, 1960.
• MUSEAL Vergleichbare Arbeiten befinden sich im Museum of Modern Art, New York, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und in der Tate Modern, London.
PROVENIENZ: Leo Castelli Gallery, New York.
Privatsammlung New York (ca. 1958).
Privatsammlung New York (durch Erbschaft vom Vorgenannten).
Sammlung Deutschland (vom Vorgenannten erworben, Sotheby's, New York, Private Sale).
Firmensammlung Schweiz ( (seit 2018, Dorotheum Wien).
LITERATUR: Dorotheum, Wien, Auktion Contemporary Art Part I, 16.5.2018, Los 209 (m. Farbabb.).
Philip Guston, 1956, zit. nach: Ausst.-Kat. 12 Americans, The Museum of Modern Art, New York 1956, S. 36.
Unmittelbare Ausdruckskraft, technische Virtuosität und eine individuelle künstlerische Handschrift: Philip Gustons abstrakte Arbeiten der 1950er Jahre verkörpern auf unvergleichbare Art die Essenz des Abstract Expressionism. Die revolutionäre Künstlerbewegung gilt als erste amerikanische Kunstrichtung mit internationalem Einfluss, die sich noch vor der Pop-Art und Minimal Art Ende der 1940er Jahre zu formieren beginnt und ausgehend von Amerika die internationale Kunstwelt erobert. Obwohl sich Philip Guston selbst nie als Abtrakter Expressionist bezeichnete, zählt er heute neben Jackson Pollock, Robert Motherwell, Mark Rothko und Willem de Kooning zu den wichtigsten Protagonisten dieser für die Nachkriegskunst so wichtigen Strömung. Diese hatte es sich zur Aufgabe gemacht, im ungegenständlichen Einsatz der Farbe den persönlichen Ausdruck zu finden und dabei Gefühle, innere Erfahrungen und spontane Impulse unmittelbar auf dem Bildträger sichtbar zu machen. Jackson Pollocks Action-Painting, Mark Rothkos Farbfeldmalerei und nicht zuletzt Philip Gustons oftmals als lyrisch und poetisch bezeichnete Abstraktionen verkörpern dabei in all ihrer formalen Verschiedenheit dieses alles verbindende, bahnbrechende Kunstverständnis.
Philip Guston beginnt in seinen abstrakten Arbeiten der frühen 1950er Jahre, zunächst mit nahezu monochromen oder innerhalb einer Farbgruppe nur leicht variierenden Nuancen den Bildraum zu erkunden. Kurze Pinselstriche bilden gitterartige Strukturen, sammeln sich im Zentrum und verlieren in Richtung der Bildränder immer mehr an Dichte, bis sie sich in einem meist heller werdenden Bildraum verlieren. Über die Jahre findet der Künstler schließlich immer mehr zur reinen Kraft der Farbe, die nun intensiver und selbstbewusster in breiten, temperamentvollen Pinselstrichen aufgetragen wird. Die Grundfarben Rot, Grün, Blau und Gelb übernehmen immer mehr die Führung, wobei die Randbereiche seiner Arbeiten – ob auf Leinwand oder wie hier auf Papier – meist unbemalt bleiben. Die Farbe sammelt sich nach wie vor im Bildzentrum, tastet mit einigen Ausläufern die Fläche ab, als wolle sie herausfinden, wie weit sie mit ihrer inhärenten Ausdruckskraft in den Raum vordringen kann. In dieser Art Schwebezustand zwischen kraftvollen und empfindsamen Partien, zwischen der Wucht der Farbe und räumlicher Zurückhaltung entsteht der besondere Reiz von Philip Gustons abstrakten Arbeiten und begründet letztlich auch seine singuläre Position innerhalb des Abstrakten Expressionismus. [AR]
Philip Guston beginnt in seinen abstrakten Arbeiten der frühen 1950er Jahre, zunächst mit nahezu monochromen oder innerhalb einer Farbgruppe nur leicht variierenden Nuancen den Bildraum zu erkunden. Kurze Pinselstriche bilden gitterartige Strukturen, sammeln sich im Zentrum und verlieren in Richtung der Bildränder immer mehr an Dichte, bis sie sich in einem meist heller werdenden Bildraum verlieren. Über die Jahre findet der Künstler schließlich immer mehr zur reinen Kraft der Farbe, die nun intensiver und selbstbewusster in breiten, temperamentvollen Pinselstrichen aufgetragen wird. Die Grundfarben Rot, Grün, Blau und Gelb übernehmen immer mehr die Führung, wobei die Randbereiche seiner Arbeiten – ob auf Leinwand oder wie hier auf Papier – meist unbemalt bleiben. Die Farbe sammelt sich nach wie vor im Bildzentrum, tastet mit einigen Ausläufern die Fläche ab, als wolle sie herausfinden, wie weit sie mit ihrer inhärenten Ausdruckskraft in den Raum vordringen kann. In dieser Art Schwebezustand zwischen kraftvollen und empfindsamen Partien, zwischen der Wucht der Farbe und räumlicher Zurückhaltung entsteht der besondere Reiz von Philip Gustons abstrakten Arbeiten und begründet letztlich auch seine singuläre Position innerhalb des Abstrakten Expressionismus. [AR]
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