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Auktion: 351 / Kunst nach 45 am 20.06.2009 in München Lot 129

 
Norbert Kricke - Raumplastik

Objektbeschreibung
Lot: 129
Norbert Kricke
1922 Düsseldorf - 1984 Düsseldorf
Raumplastik. Um 1960.
Plastik. Edelstahl auf Granitsockel.
Unikat. Plastik: circa 60 x 64 x 50 cm (23,6 x 25,1 x 19,6 in). Sockel: 10 x 8,2 x 8,2 cm (3,9 x 3,2 x 3,2 in).

Wir danken Frau Sabine Kricke-Güse für die freundliche wissenschaftliche Unterstützung hinsichtlich der Authentizität der Arbeit.

PROVENIENZ: Privatsammlung Rheinland.

Norbert Kricke wird am 30. November 1922 in Düsseldorf geboren. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin unter Richard Scheibe ist Kricke seit 1947 als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt tätig. 1953 findet die erste Einzelausstellung Krickes in der Galerie Ophir in München statt. Zusammen mit John Anthony Thwaites entsteht 1956 die erste Niederschrift des Exposés "Forms of Water". Im darauf folgenden Jahr gewinnt Kricke neben Robert Adams und Yves Klein den "Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung" des Neuen Stadttheaters Gelsenkirchen. Daneben ist er in diesem Jahr im "Salon des Réalités Nouvelles" in Paris vertreten. Ab 1955 erhält Kricke internationale öffentliche Aufträge wie z.B. die Ausführung einer großen Raumplastik am neuen Opernhaus in Münster (1955/56), die Ausgestaltung des neuen Staatstheaters Gelsenkirchen (1957), die Wassergestaltung für den Universitätsneubau in Bagdad (in Zusammenarbeit mit Walter Gropius, 1959) und die große Raumplastik vor dem County Museum of Art, Los Angeles (1965).
Seit Ende der 1940er Jahre setzt sich Kricke in seinen Plastiken intensiv mit der Erfahrung von Raum und Zeit auseinander. Aus aneinandergelöteten Metallstäben, welche im Zentrum gebündelt nach allen Seiten in den Raum auszugreifen scheinen, entwirft der Künstler seine filigranen, schwerelos wirkenden Raumplastiken. In seinen glänzenden Unikaten der 1950er und 60er Jahre greift Kricke auf Errungenschaften der konstruktivistischen und futuristischen Plastik zurück und entwickelt daraus seine ihm eigene abstrakt-dynamische Formensprache. Als einer der bedeutendsten Vertreter der informellen Plastik in Deutschland wird Krickes Œuvre nicht nur mehrfach auf der documenta präsentiert, sondern erlangt unter anderem durch Ausstellungen auf der 32. Biennale von Venedig oder im Museum auf Modern Art in New York internationale Anerkennung.
Nach einer 1964 übernommenen Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf wird Kricke für 10 Jahre deren Direktor. Am 26. Juni 1984 stirbt Norbert Kricke in seiner Heimatstadt. [JS].

EUR: 40.000 - 60.000 REGEL(7%)
US$: 59.836 - 89.754

In sehr guter Erhaltung.
129
Norbert Kricke
Raumplastik, 1960.
Plastik
Schätzung:
€ 40.000
Ergebnis:
€ 92.720

(inkl. 22% Käuferaufgeld)
 


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