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Auktion: 393 / Post War/Zeitgenössische Kunst am 09.06.2012 in München Lot 308

 
Antonio Saura - Autodafé

Objektbeschreibung
Autodafé. 1989.
Objekt. Acryl auf der Innenseite eines aufgeklappten Buchdeckels.
Unten mittig signiert und datiert. 34,3 x 53 cm (13,5 x 20,8 in).

PROVENIENZ: Galerie Boisserée, Köln.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

Im Jahr 1984 beginnt Antonio Saura seine "Autodafés" zu malen, zu denen auch die vorliegende Arbeit gehört. Es handelt sich um kleinformatige Gemälde, die er auf herausgerissenen Buchdeckeln erstellt. Der Begriff "autodafé" (portugisisch "auto da fé, zu deutsch: Akt des Glaubens) bezeichnet die Vollstreckung einer öffentlichen Bestrafung von Ketzern oder Glaubensabtrünnigen im Zuge der spanischen und der portugiesischen Inquisition und wird in vielen europäischen Sprachen auch im Zusammenhang mit der Verbrennung von Büchern, beispielsweise zu Zeiten des Nationalsozialismus, verwendet. Vor diesem Hintergrund erscheinen Sauras "Autodafés" wie Mahnmale, die gleichzeitig für die Unzerstörbarkeit der künstlerischen Schöpferkraft stehen. [KH].

308
Antonio Saura
Autodafé, 1989.
Objekt
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 8.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Antonio Saura - Autodafé - Rückseite
Rückseite
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