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Auktion: 401 / Post War/Zeitgenössische Kunst am 08.12.2012 in München Lot 309

 
Objektbeschreibung
Don Knurrhahn (Selbstportrait) mit Stallpimmel. 2002.
Öl und Haare auf Leinwand.
Links unten monogrammiert und datiert, in der Darstellung mit diversen Bezeichnungen. Verso signiert, datiert und betitelt. Auf dem Keilrahmen handschriftlich bezeichnet "MEE 581". 210 x 140 cm (82,6 x 55,1 in).

PROVENIENZ: Contemporary Fine Arts, Berlin (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett sowie zweifach mit dem Stempel).
Galerie Daniel Templon, Paris (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland.

Jonathan Meese wird am 23. Januar 1970 als Sohn deutsch-walisischer Eltern in Tokio geboren. Er wächst im holsteinischen Ahrensburg bei Hamburg auf und studiert von 1993 bis 1998 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Franz Erhardt Walther. Meese bricht das Studium ohne Abschluss ab und erhält bereits 1997/98 einen Vertrag bei der renommierten Berliner Galerie Contemporary Fine Arts. Innerhalb von nur wenigen Jahren entsteht, begleitet von einer regen Ausstellungstätigkeit und großer medialer Präsenz, ein vielschichtiges Gesamtwerk, das sich aller verfügbaren Medien und Materialien bedient. Aus mit großem Sammeleifer zusammengetragenen "Meese-Kojen", begleitet von Performances und Lesungen, entwickeln sich komplexe, raumgreifende, multimediale Installationen. Seit der Jahrtausendwende steigern sich die Installationen noch einmal zu begehbaren Environments und Raumkulissen, in die nun auch Bronzeplastiken im Art-brut-Stil und neo-expressionistische Malereien Eingang finden. Das künstlerische Schaffen der vergangenen Jahre ist geprägt von einer Vielzahl von Aktivitäten, zu denen Gemeinschaftsarbeiten mit Künstlern wie Albert Oehlen und Daniel Richter, Künstlerbücher, Pamphlete, Illustrationen und Bühnenbilder zählen.

Jonathan Meese gehört zu den jungen deutschen Künstlern der Berliner Kunstszene, ein Allround-Talent, das seine Kunst in Bildern, Skulpturen, Installationen, Performances und Bühnenbildern zeigt. Das vorliegende Werk fügt sich ein in die Reihe seiner in explosiv-expressionistischer Pinselführung inszenierten Selbstporträts, sie "provozieren subtil den Eindruck von wahren Farbejakulationen" (zit. nach: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 73, Heft 5, 1. Quartal, S. 10). Sie zeigen den Künstler in unterschiedlichen Posen und Masken sowie mit handschriftlich hinzugefügten kryptischen Wortschöpfungen, ein Balanceakt zwischen Exhibitionismus und Provokation, den Meese perfekt beherrscht.

Meeses Werke wurden bereits in unzähligen Einzelausstellungen präsentiert und sind in renommierten öffentlichen Sammlungen vertreten. Der Künstler lebt und arbeitet in Ahrensburg und Berlin. [DB]

309
Jonathan Meese
Don Knurrhahn (Selbstportrait) mit Stallpimmel, 2002.
Öl
Schätzung:
€ 25.000
Ergebnis:
€ 31.720

(inkl. 22% Käuferaufgeld)
 


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