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Auktion: 425 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst am 12./13.06.2015 in München Lot 808

 
Objektbeschreibung
Urzeitgestalten. 1947.
Öl mit Kunstharz auf leichtem Karton, auf Holz.
Beye/Baumeister 1307. Grohmann 953 (dort unter dem Titel "Urzeitgestalten V"). Links unten signiert und datiert "4.47". Verso von fremder Hand bezeichnet. 40 x 64,5 cm (15,7 x 25,3 in). [JS].

PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland.
Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt a. M.
Marlborough Fine Art Ltd., London.
Privatsammlung.
Roman Norbert Ketterer, Campione d´Italia (verso mit altem Etikett des Stuttgarter Kunstkabinetts, dort handschriftlich nummeriert "26").
Galleria Henze, Campione d´Italia.
Galerie Dorn, Stuttgart.
Galerie Schönewald & Beuse, Krefeld/Galerie Braunbehrens, München.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

AUSSTELLUNG: Willi Baumeister - Gemälde, Zeichnungen, Grafik, Frankfurt a. M., Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, 4.8.-12.9.1961, Kat.Nr. 11, mit Abb.

LITERATUR: Moderne Kunst IX, Roman Norbert Ketterer, Campione d´Italia 1976, Nr. 5, mit Farbabb.
Moderne Kunst. Gemälde, Skulpturen, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik, Katalog 29, Galleria Henze Campione d`Italia, 1983, Kat.-Nr. 39, mit Farbabb.

Essay
Bereits Anfang der 1930er Jahre beginnt Baumeister sich für Strukturen zu interessieren, die dem Bildgrund eine aufgelockert-lebendige Oberfläche verleihen. Er wird, wie im vorliegenden Gemälde, zum Träger einer fast linearen Zeichnung, die schemenhaft über dem Bildgrund geistert. Urzeitliches wird evoziert, ein Phänomen, das Baumeister in vielen seiner Werkzyklen als grundlegendes Thema einbindet wie auch der Titel der vorliegenden Arbeit belegt. Die locker angeordneten Formen und Farbflächen vermitteln eine heitere Schwerelosigkeit, die Raum für vielerlei Assoziationen lässt. Assoziationen an musikalische Tempi sind oft werkbestimmend sowohl bei Baumeister als auch bei vielen seiner Mitstreiter aus der Zeit des Informel. Hier wird mit leichter Hand das Urzeitliche in ein burleskes Gewand gekleidet und so aller Sinnenschwere enthoben. Der feine Humor, der diese Komposition begleitet, findet in der zart tänzerischen Art, in der sich die schemenhaft angedeuteten Figuren über die Komposition bewegen, seine Entsprechung.
808
Willi Baumeister
Urzeitgestalten, 1947.
Öl
Schätzung:
€ 80.000
Ergebnis:
€ 100.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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