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Auktion: 425 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst am 12./13.06.2015 in München Lot 800

 
Objektbeschreibung
Lichtscheibe. 1967.
Objekt. Nägel und weiße Farbe auf Holz, elektrischer Motor. In Objektkasten.
Honisch 562. Verso signiert, datiert und betitelt. Durchmesser: 60 cm (23,6 in).
Funktionsfähig. [SM].

PROVENIENZ: Galerie Denise René/Hans Mayer, Düsseldorf.
Galerie Bonnier, Lausanne (verso mit dem Etikett)
Privatsammlung Deutschland.

Essay
Als Günther Uecker im Jahr 1957 die ersten Nägel in ein monochromes Bild schlägt, setzt er eine künstlerische Entwicklung in Gang, die trotz gleichbleibenden, schlichten Materials bis heute von einer erstaunlichen Vielseitigkeit und Individualität gekennzeichnet ist. Die Verwendung des Nagels als Aktionsinstrument bringt in erster Linie eine Befreiung der Leinwand aus der Zweidimensionalität in den Raum mit sich, was dem Kunstwerk einen haptischen, objekthaften Charakter verleiht. Uecker ästhetisiert hier einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand und entmaterialisiert ihn durch eine aufgespritzte weiße Farbschicht. Er erforscht optische Phänomene, Strukturreihungen und Schwingungsbereiche, die den Betrachter aktiv miteinbeziehen und den visuellen Prozess durch motorische oder manuelle Eingriffs- und Veränderungsmöglichkeiten selbst beeinflussen lassen. Indem er die durch Licht und Schatten hervorgerufene rhythmische Dynamik der Nägel mit Hilfe der motorischen Bewegung der Scheibe verstärkt, erreicht Uecker um so eindringlichere Kontraste.

800
Günther Uecker
Lichtscheibe, 1967.
Objekt
Schätzung:
€ 150.000
Ergebnis:
€ 450.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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