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Auktion: 424 / Klassische Moderne am 11./13.06.2015 in München Lot 10

 
Objektbeschreibung
Berliner Straßenszene. 1915/20.
Kohlezeichnung, weiß gehöht und teils gewischt.
Rechts unten signiert. Auf festem Velin. 62 x 45,5 cm (24,4 x 17,9 in), blattgroß. [KD].

Eine der typischen Berliner Straßenszenen des Künstlers, in denen Ury die Lichtreflexe der regennassen Straße in den künstlerischen Fokus rückt.
Mit einem Gutachten von Frau Dr. Sibylle Groß, Werkverzeichnis Lesser Ury, vom 5. Mai 2015.

PROVENIENZ: Helcia Täubler, Berlin / New York (bis 1942).
Prof. Dr. Eugen Täubler, Cincinnati / Ohio (1942-1953).
Seither in Familienbesitz (Privatsammlung USA).

Essay
Die Phänomene des gebrochenen Lichtes waren für Lesser Ury Grund, sich in seinen Berliner Straßenszenen besonders von wechselndem Wetter zu den für ihn typischen Regenbildern anregen zu lassen. Die spiegelnden Lichtreflexe der regennassen Straße und der auf sie fallenden Lichter sind Gegenstand vieler dieser Arbeiten, die ihre Entstehung einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Wetterphänomen verdanken. Regennasse Großstadtstraßen hatten auch die französischen Impressionisten gemalt, doch die Vielfalt des sich brechenden Lichtes wurde erst in den Arbeiten von Lesser Ury zum eigentlichen Bildthema. Seine Berliner Straßenbilder sind von einer Schärfe der Beobachtung geprägt, die ihresgleichen sucht. Doch Lesser Ury war in erster Linie Maler. Zwar analysiert Ury die Wetterphänomene, doch er bindet sie ein in den Kanon seiner unvergleichlichen malerischen Sicht, der diesen Werken ihre suggestive Aura verleiht.
10
Lesser Ury
Berliner Straßenszene, 1915/20.
Kohlezeichnung
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 38.750

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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