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Auktion: 424 / Klassische Moderne am 11./13.06.2015 in München Lot 245

 
Objektbeschreibung
Kasbek. 1923.
Kaltnadelradierung.
Hofmaier 281 A (von Bb). Signiert, betitelt und bezeichnet "Probedruck". In der Platte betitelt. Einer von nur wenigen Probedrucken. Hofmaier gibt nur zwei Exemplare auf Velin an. Auf chamoisfarbenem Maschinenbütten. 49,2 x 21,2 cm (19,3 x 8,3 in). Papier: 56 x 28,4 cm (22 x 11 in).
Kasbeck ist der Name eines fünftausend Meter hohen Berges in Georgien, der vermutlich namensgebend für eines der zahlreichen, von Emigranten geführten Restaurants oder Nachtlokalen in Berlin gewesen ist, die Beckmann häufig besuchte. [KD].

PROVENIENZ: Ehemals Sammlung Rowohlt, München (seither in Familienbesitz).

Essay
Einen großen Teil seiner Motive findet Max Beckmann in den zwanziger Jahren in Nachtlokalen und im Zirkus. Das ausufernde Nachtleben, besonders in Berlin in dieser Zeit, übt eine nahezu magische Anziehungskraft auf die dort lebenden Künstler aus. Die hier geschilderte Szene aus einem Lokal, das von russischen Emigranten geführt wurde, hatte mit der Lebenswirklichkeit der dargestellten Personen nur bedingt etwas zu tun. Die Sitzende im Vordergrund ist Naila, eine von Beckmann oft porträtierte Schönheit aus seinem Freundeskreis, die in Berlin und Frankfurt lebte. Eine Konzentration auf die Gesichter der Dargestellten ist überdeutlich und wird in der Folge zu einem der herausragenden Stilmerkmale der Werke von Max Beckmann.

245
Max Beckmann
Kasbek, 1923.
Kaltnadelradierung
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 48.750

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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