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Auktion: 424 / Klassische Moderne am 11./13.06.2015 in München Lot 208

 
Objektbeschreibung
Sitzende im Gemach (Linksprofil). Um 1912.
Öl auf Leinwand.
Wohlert 204. Links unten monogrammiert. Auf dem Keilrahmen handschriftlich bezeichnet "Karl Hofer". 60,8 x 46 cm (23,9 x 18,1 in). [KD].

Sensibel-malerische Interpretation des anmutigen Motivs.

PROVENIENZ: Alma Mahler-Werfel, Wien/New York (auf dem Keilrahmen handschriftlich bezeichnet "Mahler Coll.").
Neue Galerie, Wien/Galerie St. Etienne, New York (vor 1938-1989).
Villa Grisebach Berlin, Auktion 9, 2. Juni 1989, Kat.-Nr. 67 (mit Abb.).
Galerie Rosenbach, Hannover (1989).
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

AUSSTELLUNG: Karl Hofer, Schloss Cappenberg, Selm 19.9.-15.12.1991, Kat. Nr. 181 (mit Abb. S. 59).
Karl Hofer. Gemälde und Zeichnungen, Kunstverein Wolfsburg, Schloss Wolfsburg, 19.1.-15.3.1992, Kat. Nr. 4.

LITERATUR: H. König. Villa Grisebach, Berlin, 2. Juni 1989, in: Weltkunst, 59/1989, Nr. 10, S. 1526 und Nr.13, S. 1976.
Zwischen Tradition und Moderne. Galerie Rosenbach, Hannover, Katalog 40, September 1989, Kat.-Nr. 66, S. 55 (mit Abb.).
Karl Hofer - Theodor Reinhart. Briefwechsel in Auswahl, Berlin 1989, S. 315 (hier unter dem Titel "Mädchen auf Bett sitzend").

Essay
Am Ende seiner malerischen Frühphase hat Karl Hofer Werke von erstaunlicher Reife und Geschlossenheit der Komposition geschaffen. Ganz einem flüssig-transparenten Malstil vertrauend, setzt sich Hofer in diesen Werken mit dem malerischen Erbe seiner Vorgänger auseinander. Es ist ein romantischer, von Spätimpressionismus wie von Vorbildern alter Kunst geprägter Stil, der in einem gewissen Manierismus der schmalgliedrigen Körper seine besondere Stärke hat. Karl Hofer verarbeitet in ihm Eindrücke seiner Indienreisen und schafft in der vorliegenden sinnlichen Arbeit, von einer gedämpft-zartfarbigen Palette unterstützt, ein exemplarisches Werk, das, fern von expressiven Zügen, seine feste Stellung in der Malerei der deutschen Moderne hat.
208
Karl Hofer
Sitzende im Gemach (Linksprofil), Um 1912.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 40.000
Ergebnis:
€ 62.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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