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Auktion: 428 / Klassische Moderne am 03./05.12.2015 in München Lot 210

 
Objektbeschreibung
Bemaltes Eisenkästchen. 1912.
Öl auf Eisenschatulle.
Hoberg 393. Schardt IX-Malereien-2. Lankheit no 917. Auf dem Deckel nicht mehr sichtbar bezeichnet "B + 19 + 12 + M". Unikat. 9,4 x 13,2 x 8,3 cm (3,7 x 5,1 x 3,2 in).

PROVENIENZ: Bernhard Koehler, Berlin.
Bernhard Koehler jun., Berlin/Gauting.
Sammlung Auer, Oberpfalz.

LITERATUR: Alois J. Schardt, Franz Marc, Berlin 1936, S. 174 IX 2., Abb. S. 95.
Hermann Bünemann, Franz Marc, Zeichnungen - Aquarelle, 1. Aufl. 1948 und 2. Aufl. 1952, Abb. 42, 43.
Alfred Hentzen, Kunsthandwerkliche Arbeiten der deutschen Expressionisten und ihrer Nachfolger, in: Festschrift für Erich Meyer zum 60. Geburtstag, Hamburg 1959, S. 311-330, Abb. S. 321.
Jolanda Nigro Covre, Franz Marc, dal pensiero alla forma, Turin 1971, Abb. 37/38.
Ausst.-Kat. Berkeley/Forth Worth/Minneapolis, Franz Marc: 1880-1916, veröffentlicht im Zusammenhang mit der Ausstellung: Franz Marc: Pioneer of Spiritual Abstraction, University Art Museum, Berkeley, 5.12.1979-3.2.1980, u. a. O. Hrsg. von Mark Rosenthal u. a., 1979/89, Abb. S. 20.
Mark Rosenthal, Franz Marc, München 1989, Abb. 11.

Essay
Tiere sind das herausragende Motiv in Franz Marcs Œuvre. "Ich sehe kein glücklicheres Mittel zur 'Animalisirung [sic] der Kunst' als das Tierbild. Darum greife ich danach. Was wir anstreben, könnte man eine Animalisirung des Kunstempfindens nennen." (zit.nach: Brief F.Marc an R. Piper. Sindelsdorf, 20. IV. (19)10. Ketterer Kunst A 373 Los 491). Ihm gelingt in der Darstellung der Tiere eine vergeistigte Ästhetik, welche uns noch heute verzaubert. Diese Gestaltungsweise überträgt er auch auf die wenigen kunstgewerblichen Gegenstände in seinem Werk. Unsere kleine Schatulle stammt aus dem Besitz von Franz Marcs Mäzen Bernhard Koehler. Das wohl aus dem späten 16. Jahrhundert stammende, verschließbare Kästchen ist allseitig bemalt. Skizzen zu den einzelnen Tierdarstellungen lassen sich konkret zuweisen (siehe Kap. VII im Sonderkatalog "Sammlung Auer"): auf dem Deckel "Springender Hund", auf der Front "Liegender Stier", verso "Liegende Gazelle", an der Seite links "Nächtliche Landschaft mit Berg", an der Seite rechts "Fuchs in Landschaft".
Bernhard Koehler jun. berichtet in einem Brief, der sich heute im Bestand der Stiftung Etta und Otto Stangl befindet, über die Kriegsverluste und Zerstörungen an der väterlichen Sammlung sowie von den wenigen Stücken aus der Hand Franz Marcs, die aus dem Bombenhagel über Berlin gerettet werden konnten: "Ebenso haben sich die Farben des bemalten eisernen Kästchens in ähnlicher Weise verfärbt und gelöst."
210
Franz Marc
Bemaltes Eisenkästchen, 1912.
Öl
Schätzung:
€ 20.000
Ergebnis:
€ 22.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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