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Auktion: 428 / Klassische Moderne am 03./05.12.2015 in München Lot 231

 
Objektbeschreibung
Hügellandschaft. 1913.
Öl auf Leinwand.
Vogt 1913/44. Rechts unten signiert und datiert. 56 x 64,5 cm (22 x 25,3 in).

Stimmungsvolle Landschaftsdarstellung aus Heckels bester Schaffenszeit. Die expressiven Landschaftsgemälde der späten "Brücke"-Zeit gehören auf dem internationalen Auktionsmarkt zu den gefragtesten Werken des Künstlers.
Wir danken Frau Renate Ebner und Herrn Hans Geissler, Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen am Bodensee, für die freundliche Beratung.

PROVENIENZ: Lempertz`sche Kunstversteigerung, Moderne Kunst, Köln, Oktober 1958, Los 106.
Sammlung Pellengahr, Krefeld.
Galerie Utermann, Dortmund (vor 1981).
Privatsammlung Dortmund (1981 vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Rheinland-Pfalz (seit 2009).

AUSSTELLUNG: Erich Heckel, Galerie Großhennig, Düsseldorf 1965 (unter dem Titel "Frühlingslandschaft").
Dortmund sammelt. Werke des Deutschen Expressionismus und der Klassischen Moderne aus 7 Dortmunder Privatsammlungen, Galerie Utermann, Harenberg City-Center, Dortmund, 1.-30.9.1995, Kat.-Nr. 18, mit Farbabb.

LITERATUR: Ulrike Middendorf, Kunsthandel im Rheinland und in Westfalen, in: Weltkunst. Aktuelle Zeitschrift für Kunst und Antiquitäten, 66. Jahrgang, Nummer 21, November 1996, S. 2626, Abb. 33.



Essay
Heckel malt seine "Hügellandschaft" im Jahr 1913, dem Jahr, in welchem sich die Künstlergruppe "Brücke" auflöst und eine erste Sonderausstellung seines Werkes bei Fritz Gurlitt in Berlin gezeigt wird. Die reinen Landschaftsmotive sind ein fester Bestandteil im malerischen Werk von Erich Heckel. Ausgehend von impressionistischen Studien aus der Zeit um 1907 prägen sie in zunehmend verfestigter Form sein malerisches Schaffen bis in die Spätzeit. Heckel entwirft keine Landschaften, er geht - wie auch im vorliegenden Fall - von dem Gesehenen aus, das er mit expressivem Strich gestaltet. Seine Landschaften sind erdverbunden und lassen im breiten Pinselduktus der frühen Jahre den Elan verspüren, der die jugendliche Begeisterung einer Malerei des momentan Erfassten dokumentiert. Die Farbakkorde sind für die Komposition bestimmend. Es ist keine romantische Stimmungsmalerei, die uns hier begegnet. Heckel bleibt bei dem einmal gefundenen festen Formengut, das er mit der für ihn charakteristischen Farbigkeit ausstattet. Eine perspektivische Tiefenwirkung wird nicht angestrebt. Sie ergibt sich aus den drei Bildebenen, die jede für sich, dann doch im Zusammklang der Komposition jene spannungsvolle Bildtiefe verleihen, die sonst nur mittels Perspektive und Farbschattierung erreicht wird. Das feste Gerüst dieser Malerei hat seine Wurzeln in der spontanen Freilichtmalerei der "Brücke"-Künstler an den Moritzburger Seen.

231
Erich Heckel
Hügellandschaft, 1913.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 450.000
Ergebnis:
€ 750.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Erich Heckel - Hügellandschaft - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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