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Auktion: 433 / Kunst nach 1945 I am 11.06.2016 in München Lot 911

 
Objektbeschreibung
Feld I. 1979.
Mischtechnik. Nägel und schwarze Farbe auf Leinwand auf Holz.
Honisch 968. Verso signiert, datiert, betitelt und bezeichnet sowie mit Richtungspfeil. 60 x 60 x 18 cm (23,6 x 23,6 x 7 in).

Kraftvolles, dunkles Nagelfeld der "ZERO"-Ikone Uecker.

PROVENIENZ: Erker Galerie, St. Gallen.
Privatsammlung Schweiz.

Essay
Die weltberühmten "Felder" bilden das Zentrum von Günther Ueckers Schaffen. Unser "Feld I" aus dem Jahr 1979, in seiner Dunkelheit geheimnisvoll anmutend, ist ein charakteristischer Vertreter dieser gerade in jüngster Zeit überaus gesuchten Werkgattung. Die Leinwand, straff auf Holz gespannt, wird zum Träger der intuitiv eingeschlagenen Nägel. Ueckers oft beschriebener rauschhafter, ganz impulsgesteuerter Schaffensprozess generiert dabei eine wie instinkthafte Ordnung der Eisenstifte: ein urtümliches Kreisen, wie es Metallspäne auf einem Magnetfeld erfasst. Eine mystische, gleichsam göttliche Kraft scheint die Nägel in ihre strudelnde Ordnung gebracht zu haben, scheint ihre Neigung zu lenken. Es entsteht ein Werk von hochgradig puristischer Ästhetik, das den Betrachterblick bannt und zu kontemplativer Versenkung anregt - ein Meditationsbild von bemerkenswerter energetischer Dichte.

911
Günther Uecker
Feld I, 1979.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 200.000
Ergebnis:
€ 525.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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