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Auktion: 433 / Kunst nach 1945 I am 11.06.2016 in München Lot 985

 
Objektbeschreibung
13.Nov.1995. 1995.
Öl auf dünnem Karton, fest auf weißem Unterlagekarton aufgelegt.
Auf dem Unterlagekarton rechts unten signiert, links unten datiert. Verso nochmals signiert und datiert. 41,9 x 29,7 cm (16,4 x 11,6 in). Unterlagekarton: 57,7 x 58 cm (22,7 x 22,8 in).
[EL].

Mit einer schriftlichen Expertise von Herrn Dr. Dietmar Elger, Dresden, vom 25. April 2016.

PROVENIENZ: Galerie Fred Jahn, München.
Nolan/Eckman Gallery, New York.

Essay
Während die abstrakten Arbeiten der späten 1970er und 1980er Jahre, wie etwa das Gemälde "Vögel" (WVZ 509, 1984), immer wieder mit gegenständlichen Assoziationen spielen, gelingt es Richter in den Arbeiten der 1990er Jahre, durch die abschließende Überarbeitung der Farbverläufe mit dem Rakel entsprechende Assoziationen vollständig aus seinen - aus scheinbar zufälligen Farbverläufen aufgebauten - Kompositionen zu verbannen. Mit dieser, den Pinselduktus als die künstlerische Handschrift verneinenden, Arbeitsweise überträgt Richter jene verschleiernde Unschärfe, welche bereits seine gegenständlichen Werke ausgezeichnet hat, auf sein abstraktes Œuvre. Auch in der vorliegenden Arbeit scheint sich das Bild vor dem Auge des Betrachters aufzulösen, das Detail verliert sich im Ganzen. Jene entrückten Schöpfungen Richters konfrontieren den Betrachter mit einem nicht zu lüftenden Schleier, hinter welchem man die ursprüngliche Komposition noch zu erahnen glaubt, und werden so zu eindrucksvollen Darstellungen des Verborgenen.

985
Gerhard Richter
13.Nov.1995, 1995.
Öl
Schätzung:
€ 140.000
Ergebnis:
€ 175.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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Rahmenbild
 
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