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Auktion: 434 / Wertvolle Bücher am 21./22.11.2016 in Hamburg Lot 620

 
Objektbeschreibung
Hesse, Hermann,
Dichter, 1877-1962. Sammlung von 27 eigh. und masch. Karten und Briefen m. U., 20 Gedicht-Typoskripten (davon 14 mit eigh. Zeilen oder Grüssen), 1 masch. Aufsatz, 6 Porträtfotografien (davon 2 signiert) sowie ca. 42 masch. Briefkopien, Rundschreiben, Separatdrucken und Zeitungsausschnitten, tls. signiert oder mit eigh. Gruß. Aus den Jahren 1937 bis 1962.

Sämtlich an die Schriftstellerin Hanna Roehr (1897-1978) in Hamburg, mit der Hesse seit Ende der Dreißiger Jahre bis zu seinem Tod 1962 in brieflichem Kontakt stand. Wie aus einem der ersten Briefe Roehrs an Hesse hervorgeht (in der vorlieg. Sammlung mitenthalten) schätzte und verehrte sie den Dichter als Leserin und Schriftstellerin in hohem Maße und suchte durch Vorträge und Aufsätze zum Verständnis seiner Werke, insbesondere dem Glasperlenspiel , beizutragen.
Eine Auswahl aus den Briefen: ".. mit Rührung las ich Ihren lieben Brief, d. h. meine Frau las ihn vor, u. freute mich über Ihre Auffassung des Glasp. Spiels, die trifft den Kern .." (1943). - ".. nun stehe ich vor der Heimreise, die Kur war enttäuschend, hat mich sehr geschwächt und die Schmerzen vermehrt, und dazu war die Beanspruchung durch Post, Besuche, Gäste jeden Tag gross, auch mein Verleger war einige Tage hier .." (Dez. 1951). - ".. Kürzlich ist zum erstenmal 'Siddhartha' in einer indischen Sprache, in Telugu, erschienen. Das habe ich mir einst, vor 30 Jahren, gewünscht .." (1954) - ".. die Nachricht vom Tode Carossas hat auch uns weh getan, er war einigemale unser Gast. Bei seinem ersten Besuch entstandt sein Gedicht vom grossen Garten .. Von seinen Büchern ist mir, neben den Gedichten, immer die 'Kindheit' das liebste gewesen .." (Sept. 1956) - ".. Das ist freilich hässlich vom Rundfunk, dass er mit Dichtungen umgeht wie ein Monteur mit Putzlappen. Zweierlei ist daran schuld, und beides leider vermutlich unheilbar: einmal die allmähliche Verwandlung der menschlichen Welt in eine Maschinerie, und dann die Unbegabtheit und Gleichgültigkeit der Deutschen ihrer Sprache gegenüber. Das ist nicht politisch gemeint, die deutsche Schweiz ist darin um nichts besser .." (März 1960). - Unter den Gedichten: Morgenstunde im Dezember (1937), Flötenspiel (1940), Spätsommer (1940), Bei einem Grabe (1941), Einsame Nacht (1943), Licht der Frühe (1953), Alter Maler in der Werkstatt (1954), Der alte Mann und seine Hände (1957), Verse in der Nacht (1961).
Beilieg. weitere Autographen aus dem Nachlaß, darunter: Roehr, Hanna, 2 masch. Briefe, 1 Gedicht-Typoskript sowie 4 Vortrags- und Aufsatz-Typoskripte (u. a. zum Glasperlenspie l). Aus den Jahren 1937 bis 1944. Meist 4to. - Hesse, Ninon, 20 Briefe an H. Roehr aus den Jahren 1947-66. - Hesse, Heiner, 2 Briefe an H. Roehr. 1971. - Suhrkamp, Peter, 2 Briefe an H. Roehr. 1937. - Alle Autographen und Dokumente des Nachlasses chronologisch geordnet und in einem Ordner sauber & handlich mit Klarsichthüllen abgeheftet.

EINBAND: 8vo. und 4to. - Meist mit Umschlag.

Herrman Hesse, poet, 1877-1962. Collection of 27 autogr. and typed cards and letters with signatures, 20 poem typoscripts (of which 14 with autogr. lines and greetings), 1 typed essay, 6 portrait photographs (of which 2 signed) and ca. 42 typed letter copies, circular letters, separate prints and newspaper clippings, some signed or with autogr. greeting. All addressed to the writer Hanna Roehr (1897-1978) in Hamburg, with whom Hesse was in mail contact from the late 1930s to his death in 1962 - All autographs and documents from the estate are in chronological order and neatly kept in sheet protectors in a folder.

620
Hermann Hesse
Sammlung Roehr: ca. 142 Autographen u. Dokumente von u. zu H. Hesse, 1937-1962.
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 6.360

(inkl. 20% Käuferaufgeld)
 


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