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Auktion: 439 / Klassische Moderne II am 08.12.2016 in München Lot 117

 
Objektbeschreibung
Die Musikantin in der Pause (Essende, Damenkapelle). 1944.
Aquarell und Gouache über Bleistift.
Lipps-Kant A 234. Oben rechts monogrammiert und datiert. Auf festem Velin. 77,8 x 57,2 cm (30,6 x 22,5 in), blattgroß.

Einzelfigur aus der berühmten Damenkapelle.

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass des Künstlers.

AUSSTELLUNG: Paul Kleinschmidt, Galerie Geiselhart, Reutlingen 1958, Kat.-Nr. 15.

Essay
Die starken Frauen waren das bevorzugte Thema im künstlerischen Schaffen von Paul Kleinschmidt. Doch nicht den Arbeiterinnen, Hausfrauen und Krankenschwestern galt seine Bewunderung. Er suchte seine Modelle im Milieu der Kleinkunst, der Bars, Kneipen und Bordelle. Nicht nur in ihrer figürlichen Erscheinung, auch in der expressiven Dominanz ihrer Person haben die Modelle in Kleinschmidts Werken eine Ausstrahlung, die ihresgleichen in der Malerei der Zeit sucht. Ähnlich wie Hubbuch hat Kleinschmidt das Weibliche an sich geschildert, und das in einer Art, die dem Sujet jenen Anflug von Zweideutigkeit nimmt, der sich im Rahmen dieser Milieuschilderungen gern einschleicht. Paul Kleinschmidts Frauen sind selbstbewusste Wesen und sie agieren auch so. Es ist, als ob die Männerwelt in Vergessenheit geraten wäre. Das Weibliche ist Trumpf. Wer wollte etwas dagegen sagen? [KD]
117
Paul Kleinschmidt
Die Musikantin in der Pause (Essende, Damenkapelle), 1944.
Gouache
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 8.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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