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Auktion: 476 / Klassiker des 20. Jahrhunderts III am 06.12.2018 in München Lot 29

 
Objektbeschreibung
19.6.61.11. 1961.
Tuschpinselzeichnung.
Links oben signiert und datiert bzw. betitelt. Auf Bütten von Ingres (mit dem Wasserzeichen). 48 x 64,5 cm (18,8 x 25,3 in) , Blattgröße.
[EL].
Dieses Objekt wird ohne Limit aufgerufen.
Wir danken dem Archivio Bissier, Ascona, für die freundliche Auskunft. Das Werk ist unter der Archiv-Referenz "Bildt.S.386/19.6.61.11" registriert.

PROVENIENZ: Galerie Alice Pauli, Lausanne.
Privatsammlung Deutschland.

AUSSTELLUNG: Julius Bissier. Bilder 1938-1965, Galerie Sebastianskapelle e.V., Ulm, 1999, Kat.-Nr. 7 (m. Abb.).

Essay
Die Tuschen stehen ab den 1930er Jahren im Zentrum von Bissiers Schaffen. Sie sind seine künstlerische Heimat, Konstante und Entwicklungsfeld zugleich. Unsere dynamische Arbeit von 1961 kann exemplarisch die Modernität des Spätwerks verbildlichen: Die harten, sperrigen Linienwürfe stehen in deutlichem Kontrast zu dem darin eingefassten, zarten Rund. Hier offenbart sich Bissiers leitmotivischer Dualismus - doch nun dominiert nicht mehr das betont Zeichenhafte, Symbolische. Im Vordergrund steht vielmehr der bewegungsreiche, impulsive Schöpfungsakt, der in der kraftvoll spritzenden Tusche auch dem Zufall sein Recht zugesteht. Bissier agiert hier vollkommen auf der Höhe der Epoche, der großen Zeit von Informel, Action-Painting und Abstraktem Expressionismus. Kurz vor seinem Tod schreibt er: "Es ist so: das 'Bild' muß von selbst kommen. […] Ich spreche hier von etwas, was heute die meisten Künstler erfüllt. Nicht vom Irrationalen, sondern vom A-Rationalen." (Zit. nach: Werner Schmalenbach, Julius Bissier, Köln 1974, S. 112f.). Entstanden in diesem "a-rationalen", wie von einer höheren Macht gelenkten Zustand, der äußerste Konzentration mit Impuls vereint, macht unsere Tusche die besondere Stellung des "Informel-Pioniers" Bissier erfahrbar.
29
Julius Bissier
19.6.61.11, 1961.
Tuschpinselzeichnung
Nachverkaufspreis: € 4.000
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Julius Bissier "19.6.61.11"
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Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Berechnung der Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
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