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Auktion: 457 / Klassische Moderne II am 07.12.2017 in München Lot 119

 
Objektbeschreibung
Akt Daisy III. 1933.
Öl auf Leinwand.
Wietek 347. Verso signiert und bezeichnet "D. 3.". 65,5 x 51 cm (25,7 x 20 in).
[CB].

PROVENIENZ: Galerie Blaeser, Düsseldorf.
Privatsammlung Salzburg (1978 bei Vorgenannter erworben).

AUSSTELLUNG: Georg Tappert 1880-1957. Gedächtnisausstellung, Akademie der Künste, Berlin, 5. Februar - 19. März 1961, Kat.Nr. 53 (o. Abb.).
Georg Tappert. Ein Berliner Expressionist, Berlinische Galerie, Berlin, 28. November 1980 - 25. Januar 1981, Kat.Nr. 49 (o. Abb.).

"Nu weeß ick wenigstens, det Tappert och scheene Meechens malen kann, wenn er will."
Max Liebermann, zit. nach: G. Wietek, Georg Tappert, München 1980, S. 63.

Essay
"Bis 1933 blieb der weibliche Akt ein zentrales Thema in der Kunst Georg Tapperts, in der Malerei, der Grafik und mehr noch in der beide vorbereitenden und sie gleichberechtigt begleitenden Zeichnung. Und so, wie er bei den Szenenbildern aus der zwielichtigen Welt des Theaters, Kabaretts und des Tingeltangels vor allem hinter die Kulissen sah, so richtete sich sein unverstellter und unverschleierter Blick bei den Akten nicht nur auf, sondern unter die Haut der Gemalten. Es ging ihm dabei um mehr als um erotische Poesie, sinnlichen Zauber oder ästhetische Sublimierung, um mehr aber auch als um eine hymnische Verherrlichung oder schonungslose Fixierung des Weiblichen, dessen Auffassung durch ihn daher nicht nur am einzelnen Beispiel, sondern im Zusammenhang beurteilt werden muß. […] Frisuren und Hüte werden dabei gleichsam als prägende Bestandteile der Gesichter behandelt, deren Ausdruck die Anteilnahme des Porträtierenden deutlich erkennen läßt. Gerade in diesen nicht im Auftrag, sondern aus innerem Drang gemalten Porträts erschließt Tappert künstlerisches Neuland, gelingt ihm die Bannung von Prototypen einer Epoche, die im Berlin der späten zwanziger Jahre ihren Kulminationspunkt erlebte." (Gerhard Wietek, Georg Tappert 1880-1957. Ein Wegbereiter der deutschen Moderne, München 1980, S. 63/66). Tappert malt zu Beginn des Jahres 1933, noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, die sieben Werke umfassende Gruppe der Daisy-Bilder (Wietek 347-353). In ihnen leuchtet noch einmal exemplarisch das freie künstlerische Schaffen Tapperts auf, bevor ihn das Lehrverbot des Regimes trifft und er den Weg der inneren Emigration wählt.
119
Georg Tappert
Akt Daisy III, 1933.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 20.000
+
 


Weitere Abbildungen
Georg Tappert - Akt Daisy III - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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