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Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 724

 
Objektbeschreibung
Kate. 2014.
Pigmentdruck.
Signiert, datiert und nummeriert "1/1". Unikat. Auf Velin. 220 x 165 cm (86,6 x 64,9 in). Papier: 257 x 180 cm ( 101,2 x 70,9 in).

Einziger Abzug in diesem monumentalen Format des berühmten Porträts des britischen Supermodels Kate Moss.

PROVENIENZ: Atelier des Künstlers (dort direkt vom jetzigen Besitzer erworben).

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 15.15 h +/- 20 Min.

Essay
Bereits seit den 1970er Jahre zählt der amerikanische Künstler Chuck Close zu den international bedeutendsten Vertretern des Fotorealismus. Nach seinem Studium an der University of Washington, Seattle, und der Yale University School of Art and Architecture, New Haven, findet Close schnell zu seinem individuellen fotorealistischen Malstil. Im Laufe seines künstlerischen Œuvres experimentiert Chuck Close immer wieder mit neuen Ausdrucksformen der visuellen Wahrnehmung und lotet somit die Grenzen unserer sinnlich erfassten Realitätsvorstellung aus. Seine großformatigen Gemälde und Grafiken basieren auf Fotografien, die in den Folgejahren zunehmend fotomechanisch bearbeitet werden und die Gesichtszüge der Dargestellten durch Muster oder Rasterpunkte verfremden, jedoch nie bis zur Unkenntlichkeit entstellen. Meist zeigen sie die Porträtierten frontal, bei denen es sich um Freunde und Familienmitglieder sowie um prominente Künstlerkollegen wie Alex Katz, Roy Lichtenstein oder Lucas Samaras handelt.
Mit einem "Self-Portrait" beginnt Close im Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit den Magnolia Editions seine Pigmentdrucke in Aquarellfarben. Jeder dieser in den Folgejahren entstehenden Drucke basiert zunächst auf einer Fotografie des Künstlers, meist einem großformatigen Farbpolaroid mit einer Porträtaufnahme von Freunden oder prominenten Zeitgenossen, wie im vorliegenden Fall einer Porträtaufnahme des britischen Supermodels Kate Moss. Für die Übertragung der fotografischen Vorlage in den Pigmentdruck greift Close auf ein Archiv von mehr als zehntausend handbemalten, monochromen Farbtäfelchen zurück, die der Künstler über einen mehrmonatigen Entwurfsprozess hin nach ihren Hell- und Dunkelwerten kombiniert und im Sinne der abschließenden Porträtdarstellung ausrichtet. Diese wird schließlich auf einem speziellen Großformatdrucker in einen hochwertigen Pigmentdruck übertragen. Bereits in den 1970er Jahren hatte Chuck Close für seine Gemälde auf das CMYK-Farbmodell des modernen Vierfarbdrucks zurückgegriffen, ein technisches Prinzip der Farbtrennung, welches nun auch in einer erneuerten und überarbeiteten künstlerischen Variante seinen großformatigen Pigmentdrucken zugrunde liegt. Diese sind prominenter Teil eines eindrucksvollen künstlerischen Œuvres im Grenzbereich zwischen Malerei und Fotogafie, das die Geschichte der Porträtmalerei in die Moderne fortgeschrieben hat.
Bereits in den 1970er und 1980er Jahren sind die Arbeiten von Chuck Close in zahlreichen Ausstellungen und prominenten Galerien vertreten. 1993 wird eine Einzelausstellung seines Werkes im Museum of Modern Art in New York und 1994 eine Retrospektive in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden sowie im Kunstbau der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, gezeigt. Seine Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen, u. a. im Kunsthaus Zürich, im Metropolitan Museum of Art und im Museum of Modern Art, New York, sowie in der Tate Gallery, London, und in den Staatlichen Museen zu Berlin vertreten. [JS]
724
Chuck Close
Kate, 2014.
Pigmentdruck
Schätzpreis: € 90.000 - 120.000
+
 


Weitere Abbildungen
Chuck Close - Kate - Rahmenbild
Rahmenbild
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Chuck Close "Kate"
Dieses Objekt wird regelbesteuert angeboten.

Berechnung der Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Berechnung der Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
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