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Auktion: 461 / Kunst nach 1945 I am 09.12.2017 in München Lot 117000767

 
Objektbeschreibung
Rot-Blau-Gelb. 1973.
Öl auf Leinwand.
Richter 338-9 und 338-19. Jeweils verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet "9" bzw. "19". 52 x 53 cm (20,4 x 20,8 in). Jeweils 25,5 x 53 cm (10 x 20,8 in).
Für die Edition "Rot-Blau-Gelb" wurden 100 Leinwände Kante an Kante zu einem Block von 260 x 530 cm dicht nebeneinander gehängt, als Ganzes bemalt und einzeln verkauft. Jedes ein Unikat. Herausgegeben von Galerie Seriaal, Amsterdam 1973.

LITERATUR: Butin, Editionen 1965-2004
Bruno Corà (Hrsg.), Gerhard Richter, Prato 1999
Paul Moorhouse, Gerhard Richter - Abstraction and Appearance, 2016.

Essay
Ende der 1960er Jahre entstehen, zunächst ausgehend von verworfenen Bildern, die Gerhard Richter - schon fast als Akt der Vernichtung - übermalt, die sogenannten "Grauen Bilder". Er entdeckt dabei die Vollkommenheit der abstrakten Malfläche und beginnt, sich mit der Reduktion der Farben bzw. deren Vermalungen auseinanderzusetzen. In einem nächsten, entscheidenden Schritt kommt der Künstler zu Werkserien, in denen er die Grundfarben Rot, Blau und Gelb als Farbenkleckse auf die Leinwand aufträgt und durch Pinselbahnen verbindet, so entsteht eine illusionistische Räumlichkeit - ein Chaos endloser Bewegungen - die auch durch die Vermengung der Grundfarben eine unendliche Farbigkeit ermöglicht.
Gerhard Richter hängt bei der Produktion von Rot-Blau-Gelb 100 kleine Leinwände auf Keilrahmen unmittelbar nebeneinander zu einem rechtwinkligen Block und übermalt die gesamte Fläche. Die Edition wird nach der Fertigstellung wieder in einzelne Leinwände aufgteilt und einzeln verkauft, „was die Vorstellung von abstrakter Malerei als subjektivem Ausdruck, als harmonischer austarierter Komposition oder subjektivem Ausdruck demonstrativ ad absurdum führt. (..) Und trotzdem ist jedes einzelne Bild ein ästhetisch "gültiges" Gemälde, das mit seinem jeweils zufälligen Ausschnitt der übereinander gelagerten und sich durchkreuzenden Farbbahnen einen individuellen Charakter besitzt.“ (zit. nach H. Butin: Gerhard Richter, Editionen 1965-2013, 2014, S. 42)

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
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Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
117000767
Gerhard Richter
Rot-Blau-Gelb, 1973.
Öl
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
+
 


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