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Auktion: 459 / Klassische Moderne I am 09.12.2017 in München Lot 117001543

 
Objektbeschreibung
Blumenbetrachtung. 1930.
Öl auf Leinwand.
Felixmüller 463. Rechts unten signiert und datiert sowie zusätzlich verso signiert und mit der Werknummer bezeichnet. Auf dem Keilrahmen signiert und bezeichnet sowie mit dem Künstleretikett, dort handschriftlich betitelt und bezeichnet. 75 x 85 cm (29,5 x 33,4 in).

PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung Dortmund/Berlin (nach 1979 vom Vorgenannten erworben).

AUSSTELLUNG: Conrad Felixmüller 1897-1977, Museum am Ostwall, Dortmund / Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden / Saarland Museum, Saarbrücken 1978/79, Kat.-Nr. 223 (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett des Museums am Ostwall, Dortmund).

Essay
Das Werk Conrad Felixmüllers ist seit den 1990er Jahren regelmäßig in Ausstellungen zum deutschen Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit vertreten, zuletzt wird der Künstler mit der von 2012 bis 2014 stattfindenden großen Wanderausstellung "Conrad Felixmüller. Zwischen Kunst und Politik" geehrt. Felixmüller findet nach seiner zunächst expressiven Bildsprache Ende der 1920er Jahre zu einem gestisch reduzierteren, neusachlichen Formenrepertoire. Deutlich dominieren Porträts von Bekannten und Familie bis Ende der 1930er Jahre Felixmüllers Schaffen und zeigen jene in ihrer Reduktion und Kühle einzigartige Formsprache der Neuen Sachlichkeit. Die Porträts dieser Jahre, die seine Frau Londa Freiin von Berg (1896-1979), die Felixmüller 1918 geheiratet hatte, oder auch seine beiden Söhne Luca und Titus zeigen, sind besonders eindringliche Zeugnisse familiärer Verbundenheit. Sie dokumentieren wie etwa auch das Gemälde "Der gebrochene Arm" (Felixmüller 458), das Titus mit der tröstenden Mutter Londa zeigt, oder "Das täglich Brot" (Felixmüller 462) stille und intime Momente des Familienlebens. Das vorliegende Gemälde "Blumenbetrachtung", das Londa beim Arrangieren verschiedener Vasen im schwarzen Kleid vor dunklem Grund in Szene setzt, legt den Fokus ganz auf die Blumen und das rosige Inkarnat der Dargestellten. Leuchtend lässt Felixmüller diese Elemente des Lebens aus der dunklen Fläche hervortreten. Er liefert uns mit der schönen Kombination aus Porträt und den typischen farblich und formal reduzierten Blumengebinden der 1920er Jahre aus Tulpen, Hyazinthen und Alpenveilchen ein für den Stil der Neuen Sachlichkeit gleich zweifach charakteristisches Werk. Es vereint die beiden typischen Genres Stillleben und Porträt in einer einzigen Komposition von besonderer Eindringlichkeit und Schärfe.

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
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Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

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Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
117001543
Conrad Felixmüller
Blumenbetrachtung, 1930.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
+
 


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