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Auktion: 460 / Contemporary Art am 09.12.2017 in München Lot 733

 
Objektbeschreibung
Kracken. 2004.
Öl auf Leinwand.
Auf dem Keilrahmen signiert und datiert. 150 x 200 cm (59 x 78,7 in).

PROVENIENZ: Sutton Gallery, London (auf dem Keilrahmen mit Galerieetikett).
Privatsammlung Großbritannien.

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 15.26 h +/- 20 Min.

Essay
Henriette Grahnert sucht nach anderen, neuen Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks und findet sie in der Abstraktion. Ihre sinnlich-abstrakten Arbeiten, die im Kontext der "Leipziger Schule" gleichsam rebellisch erscheinen, zeichnen sich durch das kunstvolle Gegenspiel von Chaos und Ordnung aus. Zugleich thematisiert sie den Malakt selbst, macht ihn auch äußerlich zum eigentlichen Kern ihrer Arbeit. Grahnert demonstriert mit ihrer "Malerei über Malerei" gezielt technische Fehler: Kleckse, abblätternde Farbschichten oder Klebefilmstreifen prägen die Bilder. Freilich handelt es sich dabei nicht um maltechnisches Unvermögen, sondern vielmehr um den Ausdruck tiefer gedanklicher Durchdringung und Virtuosität. Subtil macht Henriette Grahnert mit ihren Werken die engen Grenzen vorherrschenden Kunstgeschmacks offensichtlich und konfrontiert den Betrachter mit seinen Urteilen und Vorurteilen. In den letzten Jahren behauptet sich Grahnert zunehmend in der Kunstszene. Längst ist die Malerin zu einer festen Größe innerhalb der gegenwärtigen Abstraktion geworden. 2008 erhält sie den Ernst Barlach Preis und den Kunstpreis der Sachsen Bank. Ihre Karriere wird von wichtigen Einzelausstellungen begleitet, die etwa in Coventry (2007), London (2008), Leipzig (2008, 2013) und Hamburg (2014) zu sehen sind. [CB]
733
Henriette Grahnert
Kracken, 2004.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 6.000 - 8.000
+
 


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