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Auktion: 470 / Kunst nach 1945 I am 09.06.2018 in München Lot 890

 
Objektbeschreibung
Der Wald. 1995.
Plastik . Nägel und Asche-Leim-Gemisch auf Holzstamm.
Auf der Standfläche signiert und datiert. Höhe: 55 cm (21,6 in).

PROVENIENZ: Walter Storms Galerie, München.
Privatsammlung München (direkt vom Vorgenannten erworben).

Essay
Seit den 1970er Jahren thematisiert Uecker in seinem Werk die Zerstörung und Vernichtung der Natur durch den Menschen. Arbeiten wie "Kunstpranger" von 1984, bei der eine alte, gefällte Ulme mit 130 Kilo Nägeln bespickt wird, demonstrieren offensiv gegen das Waldsterben. Dieser Arbeit schließen sich später mehrteilige und kleinere Nagelwälder an. Zu dieser Werkgruppe gehört auch die hier angebotene Skulptur aus einem teilweise mit Asche und Leim bedeckten sowie mit langen Zimmermannsnägeln bekrönten Baumstamm. Aus einem verwandten Gedankengang heraus entstehen nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 Ueckers "Aschebilder" und "Aschemenschen", die neben der Zerstörung der Natur nun die selbstzerstörerische Wirkung menschlicher Errungenschaften thematisieren. Die Arbeiten Günther Ueckers werden so zu Zeitzeugen und Mahnmalen unserer Lebensrealität höchstselbst: "Diese Gegenstände können wie Werkzeuge für Gedankenprozesse verstanden werden. Ein Künstler ist ein Erfinder, ein Erfinder von Ideen, die sich visuell realisieren lassen, die als Gleichnisse einer geistigen Entwicklung dienen können." (Zit. nach: Künstler, in: Kat. Günther Uecker. Eine Retrospektive, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München 19.6.-15.8.1993, S. 54). [SM]
890
Günther Uecker
Der Wald, 1995.
Plastik
Schätzung:
€ 50.000
Ergebnis:
€ 62.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


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