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Auktion: 461 / Kunst nach 1945 I am 09.12.2017 in München Lot 117001972

 
Objektbeschreibung
Weißes Feld. 1965.
Objekt. Nägel und weiße Farbe auf Leinwand, auf Holz.
Honisch 421. Verso signiert, datiert und betitelt sowie mit Richtungspfeil. 60,5 x 60,5 x 9 cm (23,8 x 23,8 x 3,5 in).

Die wogenden, frühen Nagelfelder Ueckers gelten als die gefragtesten Werke des Künstlers auf dem internationalen Auktionsmarkt.

PROVENIENZ: Wohl Galerie Schmela, Düsseldorf.
Privatsammlung Düsseldorf.
Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf (vom Vorgennanten erworben).
Sammlung Ellen Sauter, Badenweiler (vom Vorgenannten erworben).

AUSSTELLUNG: Abstrakte Malerei in Deutschland, Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf 18. Oktober - 30. Dezember 1978, mit Abb. im Kat., o.S. (verso mit dem Galerieetikett).

Essay
Der Nagel als anonymes, industrielles Produkt wird in Ueckers Œuvre zum Träger intensiven geistigen Ausdrucks. Traditionell ist der Nagel mit Assoziationen wie Festhalten und Fixieren verhaftet, doch setzt Uecker dieses Material in seinen Nagelbildern dazu ein, Bewegung zu demonstrieren und zu artikulieren. Im vorliegenden "Weißen Feld" beleben Licht und Schatten die Fläche mit den wirbelartig gedrängten Nägeln und erschaffen eine rhythmische Dynamik, die sich je nach Standort des Betrachters wandelt. Scheinbar schwerelos und flüchtig breitet sich die monochrome Woge aus Nägeln über die Leinwand aus und erweitert das Medium der Malerei durch das Ausgreifen der Nägel in die Tief um eine dritte Dimension. Uecker gelingt in seinen frühen Nagelbildern, die kunsthistorisch von epochaler Bedeutung sind, das vermeintliche Paradoxon den Nagel durch seinen bewegte Anordnung und das Spiel des Lichtes scheinbar seiner materialbedingten Starrheit zu berauben und lässt diesen in einem bestimmten Bewegungsmuster dicht an dich auf die Fläche gedrängt vor unserem Auge in Bewegung geraten. Ueckers frühe Nagelbilder überzeugen somit nicht nur durch Ihre einzigartige künstlerische Progressivität, sondern auch durch ihre zeitlos schöne Ästhetik, welche die hier weiss gefassten Nagelköpfe vor der monochromen Leinwand schweben lässt und die optische Wirkung des Werkes völlig von der enormen Wucht und Härte seines Entstehungsprozesses befreit.

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 32 %, Teilbeträge über € 500.000 27 % Aufgeld
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20% Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
117001972
Günther Uecker
Weißes Feld, 1965.
Objekt
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
+
 


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Rückseite
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