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Auktion: 461 / Kunst nach 1945 I am 09.12.2017 in München Lot 117001983

 
Objektbeschreibung
R 43-4. 1973.
Relief. Pigment und Papiermaché auf Holz.
Verso zweifach signiert und datiert sowie betitelt und mit den Maßangaben. 75 x 75 x 4,5 cm (29,5 x 29,5 x 1,7 in).

Schoonhovens monochrome Reliefs der 1960er und frühen 1970er Jahre gelten auf dem internationalen Auktionsmarkt als die gefragtesten Arbeiten des Künstlers.

PROVENIENZ: Galerie Mueller-Roth, Stuttgart.
Sammlung Ellen Sauter, Badenweiler (in den 1970er Jahren beim Vorgenannten erworben).

Essay
Schoonhovens Faszination gilt dem seriellen Relief, welchem sowohl im Prozess der Herstellung als auch der Betrachtung ein meditativer Moment innewohnt. In der vorliegenden, großformatigen Arbeit öffnen sich 121 Quadrate, angeordet in 11 vertikalen Spalten, und 11 horizonalten Reihen in den Raum und bilden auf diese Weise auch als Ganzes wieder ein quadratisches Format. Die radikale Reduktion auf die Farbe Weiß, die in den frühen Arbeiten noch nicht rein, sondern leicht gebrochen ist, ermöglicht es dem Licht, in der strengen Struktur ein wechselvolles Licht-Schatten-Spiel zu entfalten. "Die weißen Reliefs sind dreidimensionale und als solche auch tastbare Objekte. Sie sind Objekte, insofern sie sind, was sie sind, also nichts darstellen oder nachahmen, was sie nicht sind. [.] Die weißen Reliefs von Schoonhoven sind jeweils serielle und in ihrer Oberfläche zumeist gitterartige Systeme mit einer Vielzahl jeweils gleicher und gleichwertiger Raumvertiefungen. In der Wiederholung des Gleichen besteht das Serielle.“ (Max Imdahl, zit. nach: Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 9, S. 7). Vor Schoonhovens minimalistischen Reliefs wird erfahrbar, was der Kunsthistoriker Max Imdahl das "sehende Sehen" nennt: Sehen als ästhetische Grunderfahrung, frei vom Wiedererkennen eines Gegenstandes. Und so laden Schoonhovens Reliefs auf ganz besondere Weise dazu ein, sie optisch zu erkunden und sich an ihrer wechselvollen Erscheinung immer wieder aufs neue zu erfreuen

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
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Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 1,5% zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an.
117001983
Jan Schoonhoven
R 43-4, 1973.
Relief
Schätzpreis: € 150.000 - 200.000
+
 


Weitere Abbildungen
Jan Schoonhoven - R 43-4 - Rückseite
Rückseite
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