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Auktion: 455 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 24.11.2017 in München Lot 68

 
Objektbeschreibung
Märkische Seenlandschaft am Schwielowsee. Um 1893.
Öl auf Leinwand.
Links unten signiert. 65,5 x 103,5 cm (25,7 x 40,7 in).
Verso auf dem Keilrahmen alter Stempel der Malbedarfshandlung "Spitta & Leutz" in Berlin. [CB].

Mit einer schriftlichen Expertise von Frau Dr. Hendrikje Warmt, Berlin, vom 2. Oktober 2017. Das Gemälde wird in den Nachtrag des Karl Hagemeister Werkverzeichnis der Gemälde unter der Nummer WARMT G 290 aufgenommen.

PROVENIENZ: Sammlung Max Kanski, Vergolder und Restaurator, Potsdam-Babelsberg (vermutlich direkt beim Künstler erworben). Seitdem in Familienbesitz.

Essay
"Das hier vorliegende Werk 'Märkische Seenlandschaft am Schwielowsee' gehört zu einer der großzügig angelegten Arbeiten Karl Hagemeisters in Ölmalerei, die in der impressionistischen Schaffensphase seines künstlerischen Werdegangs in der Mark Brandenburg entstand. Seine Märkischen Landschaftsimpressionen bildete er in Öl, Pastell und auch Kreide/Kohle ab, die er zumeist als Ortskundiger über die Wasserwege aufspürte und zugleich aus dem Boote heraus malerisch festhielt und dann später im Atelier im Detail nacharbeitete. Von den jahreszeitlichen Stimmungen getragen, stellte Hagemeister Frühlings-, Sommer- und Winternaturstudien dar, um die landschaftliche Atmosphäre nachzuempfinden und künstlerisch aufzuzeigen. Die großen Formate entstanden unmittelbar vor der Natur, und [als] sein Atelier bezeichnete er [..] die freie Natur. […] Karl Hagemeister, der den größten Tel seiner Schaffensjahre in selbst gewählter Isolation verbrachte, in der ländlichen Umgebung seiner havelländischen Heimat Werder, malte dort still und zufrieden seine Gemälde – Landschaften der Mark Brandenburg. Das seenreiche Gebiet barg herrliche Landschaftsstriche in sich, die sich Hagemeister zu Eigen machte, um das karge und doch zugleich urwüchsige Wesen einzufangen. So zeigt auch das hier vorliegende Ölgemälde […] die Komposition einer urwüchsigen, ja unberührten Naturschilderung auf. […] Hierbei könnte es sich um den größten See der Region (Caputh/Ferch/Werder an der Havel) handeln, nämlich um den Schwielowsee. Hochgewachsene Gräser und Baumkronen schmiegen ihre grazilen Äste und Halme im Rhythmus des Windes nach links sowie skizzieren mehrere Seerosen verschiedene farbige Spiegelungen im Wasser nach. Der Himmel ist leicht bedeckt in zartem Grauviolett. Luft und Lichtwirkung werden im Wechsel des malerischen feinfühligen Pinselstriches nachgedeutet und stimmungsvoll aufgezeigt. Sowie ist die Atmosphäre der Umgebung in ihrer kargen, farbtypischen Charakteristik wiedergegeben und in der Tradition einer intimen Landschaftsmalerei der französischen Vorbilder der Schule von Barbizon aufgefasst." (Dr. Hendrikje Warmt, Berlin, zitiert aus der Expertise zum Werk, Oktober 2017).
68
Karl Hagemeister
Märkische Seenlandschaft am Schwielowsee, Um 1893.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 10.000
Ergebnis:
€ 13.750

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Karl Hagemeister - Märkische Seenlandschaft am Schwielowsee - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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