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Auktion: 459 / Klassische Moderne I am 09.12.2017 in München Lot 644

 
Objektbeschreibung
Bergfrühling. 1920/ 24.
Aquarell und Tusche.
Rechts unten signiert. Auf Japan. 35 x 46,8 cm (13,7 x 18,4 in) , blattgroß. [SM].

Mit einer Fotoexpertise von Prof. Dr. Manfred Reuther vom 28. Oktober 2017.

PROVENIENZ: Privatsammlung (ca. 1977 erworben).
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

"Einst einmal war es, als ob die Schweiz mein Heimatland hätte werden sollen."
Emil Nolde

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 13.56 h +/- 20 Min.

Essay
Das angebotene Aquarell „Bergfrühling“ zeigt eine relativ unbekannte Seite des Künstlers: Seine Begeisterung für die Schweiz und ihre imposante Berglandschaft. Selten gelangen Werke aus Noldes Zeit im Schweizer St. Gallen und Davos auf dem Kunstmarkt, und somit ist das vorliegende Werk eine Rarität und Besonderheit. Als Mitglied des Schweizer Alpen-Clubs SAC erkundet Nolde in vielen Klettertouren die Berglandschaft und bezwingt Gipfel bis zu 4000 Metern Höhe. Dieses direkte Erleben der Alpenwelt hält der Künstler in ausdrucksstarken farbigen Aquarellen auch noch Jahre später fest, so auch das Frühlingsgeschehen in der um 1930 erschaffenen Papierarbeit. Wie in seinen Küsten- und Meeresbildern schafft es Nolde wieder einmal, die Kraft der Natur in seiner Farbintensität einzufangen: ein orange-blühender Baum steht im Kontrast zur eindrücklich violett-leuchtenden Bergkette, die wuchtig zwei Drittel des Blattes einnimmt [CG/SM]
644
Emil Nolde
Bergfrühling, 1920/ 24.
Aquarell
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
+
 


Weitere Abbildungen
Emil Nolde - Bergfrühling - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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