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Auktion: 461 / Kunst nach 1945 I am 09.12.2017 in München Lot 866

 
Objektbeschreibung
Ohne Titel (17.Okt.1990). 1990.
Aquarell und verdünnte Ölfarbe.
Rechts unten und rechts oben signiert und datiert. Links unten mit nur schwach sichtbarer Signatur und Datierung. Auf Velin. 23,8 x 33,9 cm (9,3 x 13,3 in) , blattgroß.
[SM].

Die vorliegende Arbeit ist im Online-Katalog der Aquarelle verzeichnet.

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.

AUSSTELLUNG: Gerhard Richter. Zeichnungen und Aquarelle 1964-1999, Kunstmuseum Winterthur 4.9.-21.11.1999 / Kupferstich-Kabinett Dresden 15.1.-19.3.2000 / Collection De Pont museum, Tilburg 1.7.-8.10.2000.
Gerhard Richter. Zeichnungen, Aquarelle, neue Bilder, Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld 9.4.-18.6.2000.

LITERATUR: Dieter Schwarz (Hrsg.), Gerhard Richter. Aquarelle/Watercolors 1964-1997, Winterthur 1999, S. 145, Abb. S. 105.
„Das Bildermalen ist eben das Offizielle, die tägliche Arbeit, der Beruf; und bei den Aquarellen kann ich mir eher leisten der Laune nachzugeben, den Stimmungen.“
Gerhard Richter

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 17.10 h +/- 20 Min.

Essay
Erst Ende 1977, Anfang 1978, wendet sich Gerhard Richter nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in Davos der Aquarellmalerei zu. Als Siebzehnjähriger hatte der Künstler einst viel aquarelliert, dies aber dann für viele Jahre wieder verworfen. Selbst an der Akademie in Dresden wurden nur Zeichnen und die Ölmalerei als klassische Studiengänge unterrichtet; und so behauptet Richter „ich kann mich auch nicht erinnern, dass irgendjemand aquarelliert hätte.“ (Gerhard Richter. Text 1961 bis 2007. Schriften, Interviews, Briefe, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2008, S. 343). Der stets planende und strukturiert arbeitende Maler bleibt infolgedessen Arbeiten auf Papier gegenüber jahrelang sehr skeptisch und distanziert. Seine volle Konzentration gilt der Ölmalerei, die Richter erlaubt, die vollständige Kontrolle über das Medium zu behalten. Das Malen auf Papier jedoch ist für Richter weitaus impulsiver und schon beinahe von Willkür geprägt. So behauptet der Maler: „Tatsächlich bin ich nur durch den Galeristen Fred Jahn dazu gekommen, die Bedenken gegenüber meinen Papierarbeiten zu überwinden und sie auszustellen. Natürlich kam hinzu, dass ich die Aquarelle nach zehn Jahren in einem anderen Licht sehen konnte, und im Zusammenhang mit den seither gemalten Bildern waren sie mir zumindest verständlicher geworden. (Interview mit Dieter Schwarz 1999; Gerhard Richter. Text 1961 bis 2007. Schriften, Interviews, Briefe, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2008, S. 346/347). Wie die hier angebotene Arbeit "Ohne Titel (17.Okt. 1990)" aus dem Jahre 1990 offenbart, musste Richter die Kontrolle der in Wasser gelösten Farbe zu einem gewissen Grad überlassen. Die klaren, starken Farben fließen ineinander und kreieren ein fast unabhängiges Farbenspiel. [CG]
866
Gerhard Richter
Ohne Titel (17.Okt.1990), 1990.
Aquarell
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
+
 


Weitere Abbildungen
Gerhard Richter - Ohne Titel (17.Okt.1990) - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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