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Auktion: 459 / Klassische Moderne I am 09.12.2017 in München Lot 639

 
Objektbeschreibung
Ellmauer Tor. Um 1925.
Öl auf schwarzem Tonpapier.
Verso auf der Rahmenrückpappe mit dem von Frau Guta E. Berger (der Tochter des Künstlers) unterschriebenen Nachlassstempel . 16,5 x 25,1 cm (6,4 x 9,8 in).

Das Werk ist unter der Nummer D-LA-363 im Walde-Archiv verzeichnet.

PROVENIENZ: Privatsammlung Salzburg.
Galerie Kovacek & Zetter, Wien.
Privatsammlung Österreich (2010 vom Vorgenannten erworben).

"Ich bin ein natürlicher Mensch und einfach und aufrichtig. So muß auch meine Kunst sein, der Spiegel der Seele; ich bilde mir ein und bin überzeugt, daß es auf der Welt sehr wenige Menschen mit diesen bescheidenen Eigenschaften gibt.."
Alfons Walde am 11. August 1916, zit. n. Gert Ammann, Alfons Walde 1891-1958, Innsbruck 2005, S. 41.

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 13.50 h +/- 20 Min.

Essay
Alfons Walde fand in seiner unmittelbaren Umgebung die Motive, die fast sein gesamtes künstlerisches Werk kennzeichnen: das alpenländische Tirol mit seinen kleinen Bergdörfern und fantastischen Bergkulissen. So wird auch das Ellmauer Tor in der Nähe Waldes Heimatstädten Oberndorf und Kitzbühel, ein Felssattel, der für seine atemberaubenden Ausblicke bekannt ist, ein Motiv in seinem Gesamtwerk. Das Ellmauer Tor gilt in der Bergwelt als das "Herz des Kaisers". Gemeint ist damit das Kaisergebirge in Tirol, bestehend aus zwei langen Gebirgszügen, dem Wilden Kaiser und dem Zahmen Kaiser. Das Ellmauer Tor wird als Herzstück bezeichnet, da es durch seine Sattelposition den Übergang über den Gebirgskamm des Wilden Kaisers vergleichsweise unproblematisch ermöglicht.
In der Malerei von Alfons Walde ist der Werdegang des Künstlers deutlich nachzuvollziehen. Eine ursprüngliche Ausbildung zum Architekten hat Walde zu einem Malstil finden lassen, der in der Gestaltung von kompakten Formengut und klaren Umrissen verbunden mit einer formalen Gliederung der Bildfläche das Architektonische in den Kompositionen betont. Die Herausforderung der Bergmotive ist allem voran, die räumliche Dimension dieser Gebirgswelten einzufangen und zur Wirkung zu bringen. Dieses schafft Walde bereits mit wenigen Farben und Farbwerten, denen er mit seinem groben Pinselduktus eine vibrierende Intensität verleiht.
Gerade die Einfachheit der Stilmittel, die hier dem kargen Sujet zugute kommen, haben Walde zu einem der herausragenden Maler alpenländischer Folklore gemacht. Seine Malerei ist frei von anheimelnder Verbindlichkeit in der Aussage. Der Künstler versucht der Realität des Alltags nachzuspüren und er tut dies mit äußerst knappen, aber gezielten Mitteln. [SD]
639
Alfons Walde
Ellmauer Tor, Um 1925.
Öl
Schätzpreis: € 40.000 - 60.000
+
 


Weitere Abbildungen
Alfons Walde - Ellmauer Tor - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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