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Auktion: 461 / Kunst nach 1945 I am 09.12.2017 in München Lot 877

 
Objektbeschreibung
Projekt Germania (Konzept G). 1980.
Acryl auf Leinwand.
Unten rechts mit Bleistift bezeichnet "Y. G.". 199 x 59,5 cm (78,3 x 23,4 in).

AUSSTELLUNG: Galerie Michael Werner, Köln (verso auf dem Keilrahmen mit einem Etikett).

"A. R. Pencks Werk lebt von der Spannung zwischen System und Anarchie, zwischen der von der Kybernetik inspirierten Suche nach einer universellen Zeichensprache und einem expressiven, gestischen und hochgradig individuellen Malstil, die jede Logik in die Luft sprengt. Vielleicht liegt hier mehr noch als in den Titeln der Bilder und den Äußerungen des Künstlers der Schlüssel zum Deutschen in der Malerei Pencks."
Rainer Unruh in: kunstforum international, Bd. 199, S. 286

Aufrufzeit: 09.12.2017 - ca. 17.25 h +/- 20 Min.

Essay
Die deutsche Teilung ist eines der wichtigsten Themen bei A. R. Penck, der selbst von der Teilung Deutschlands aufs Persönlichste betroffen ist. Nach seiner Werbezeichnerausbildung in Dresden schlägt er sich - von der Kulturbehörde der DDR wiederholt schikaniert - als Briefträger, Heizer und Nachtwächter durch. Seine Interpretation der Weltsicht vermittelt er durch hieroglyphenartige Strichmännchen und Formen, die den Betrachter mit einer gewissen Ratlosigkeit zurücklassen. Der Autodidakt ist mit seiner Malerei im Westen längst anerkannt, als er 1980 ausgebürgert wird. In diesem Jahr entsteht das hier angebotene Gemälde "Projekt Germania". Nicht nur der Titel, auch die Farbigkeit - Schwarz, Rot, Gold - verweist auf die im Entstehungsjahr noch getrennten Staaten. In lichter und lockerer Folge sind die Farben gesetzt, ganz anders als in Pencks späteren, wesentlich düstereren Arbeiten. Doch trennt - einer Mauer gleich - die durch ihre Größe an einen Heros erinnernde Figur der Germania das Bild in zwei Teile. [CG/SM]
877
A. R. Penck (d.i. Ralf Winkler)
Projekt Germania (Konzept G), 1980.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
+
 


Weitere Abbildungen
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Rahmenbild
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