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Auktion: 478 / Ketterer Contemporary am 08.12.2018 in München Lot 718

 
Objektbeschreibung
Das Leibeigenband. 2009.
Öl über Bleistift auf Holz.
Verso signiert, datiert und betitelt. 175,6 x 135 x 5,6 cm (69,1 x 53,1 x 2,2 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.

"Man spricht meinen Bildern oft Surreales zu, was aber nicht ganz stimmt. Vielmehr gehe ich in meiner Arbeit Grundfragen nach, Urformen und Strukturen und somit den Fragen, an denen alle Stränge von Wissenschaft, Philosophie und Theologie oder Spiritualität zusammenlaufen."
Quelle: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst

Aufrufzeit: 08.12.2018 - ca. 15.15 h +/- 20 Min.

Essay
Benedikt Hipp inszeniert seine Malerei als mehrdeutig-rätselhafte Bilderwelt. Unser großformatiges Gemälde lebt von seinen scheinbaren Widersprüchen. Der Betrachter findet sich in einem Kraftfeld aus Präsenz und Abwesenheit, Figuration und Abstraktion, Fülle und Leere wieder. Gefangen in einem Polyeder, ist der Dargestellte ebenso unfrei, wie es dem Betrachter möglich ist, sich ihm zu nähern. Sein Gesicht wendet sich uns zu und bleibt dennoch gesichtslos. Niemand schaut zurück, das Bild bleibt blind, es entsteht eine visuelle Kontaktsperre. Vor dem dunklen Hintergrund erscheinen Motive wie aus der realen Welt entfernt. Diese auf den ersten Blick düstere, ins Fantastische entrückte Anmutung erinnert an surrealistische Kompositionen. Während sich Hipp frei zwischen unterschiedlichen stilistischen Optionen bewegt und sich realistisch-narrativer Darstellungsmodi bedient, verzichtet er auf die innere Konsistenz der Darstellung, unterläuft sie oder führt sie ad absurdum. [CE]
718
Benedikt Hipp
Das Leibeigenband, 2009.
Öl
Schätzpreis: € 6.000 - 8.000
+
 


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