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Auktion: 468 / Klassische Moderne I am 09.06.2018 in München Lot 679

 
Objektbeschreibung
Gärtner vor dem Haus. 1910.
Öl auf Leinwand.
Links unten signiert und datiert. Verso mit dem Nachlassstempel, dort schwer leserlich datiert und bezeichnet. 78 x 62,5 cm (30,7 x 24,6 in).
Rückseitig auf dem Keilrahmen mit einem alten Aufkleber, dieser handschriftlich beschriftet: "13729 Slevogt Gärtner".

Die Authentizität der vorliegenden Arbeit wurde von Bernhard Geil mündlich bestätigt.

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung Baden-Württemberg.

"Das Auge ist kein Instrument, kein Spiegel - es ist eine lebendige Weiterleitung in unserem Organismus.. Es sieht, was es sucht, und was es nicht versteht, sieht es nicht.. Das Auge sieht voller Einbildung, sieht voll Musik, Rhythmus und Trunkenheit."
Max Slevogt, 1928, zit. nach: Katalogvorwort zu Slevogt's Ausstellung in der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin, 1928

Aufrufzeit: 09.06.2018 - ca. 12.07 h +/- 20 Min.

Essay
In dem berühmten Dreigestirn der deutschen Spätimpressionisten Liebermann, Corinth und Slevogt nimmt Letzterer eine Sonderstellung ein. Wohl zeitlich gesehen auf gleicher Höhe mit seinen Zeitgenossen, ist doch sein malerisches Werk von der Nachwelt kaum so gewürdigt worden, wie es das verdient. Sieht man von der umfangreichen Monografie von Hans Jürgen Imiela einmal ab, harrt die kunsthistorische Aufarbeitung seines malerischen Schaffens noch einer profunden Analyse. Allen drei Malern des deutschen Spätimpressionismus ist gemeinsam, dass sie zugleich Meister der Farbe als auch der Komposition sind. Alle haben sie ein grundlegendes zeichnerisches Talent, das sich in ihrem umfangreichen Grafikschaffen äußert und alle drei haben einen Altersruhesitz gewählt, der sie zu neuen Sichtweisen beflügelte. Liebermann in Wannsee bei Berlin, Corinth am Walchensee in Oberbayern und Max Slevogt in Neu-Kastel in der Pfalz. Dort sind beeindruckende Landschaftsgemälde entstanden, die Slevogts Sinn für Stimmungen und Valeurs hervorragend zum Leuchten bringen. Unser Bild entsteht kurz bevor sich Slevogt in Neu-Kastel niederlässt im Herbst 1910 in Godramstein bei Landau in der Pfalz, wo die Familie seiner Frau eine Villa besaß. Es zeigt eine Seitenansicht des Landhauses mit Gärtner. Die fleckenhaft pastose Malweise hat auch Slevogt in seinen Landschaften zu einer Vollendung von Form und Farbe geführt, wie sie nach ihm kaum mehr bewältigt worden ist. Das Genrehafte mit dem Landschaftlichen zu verbinden, hier der harkende Gärtner, ist allen drei deutschen Spätimpressionisten gemeinsam. Doch das Landschaftliche dominiert und gehört in seiner farblichen Gestaltung und Dichte zu dem Besten, was die deutsche Landschaftsmalerei am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts schuf. [KD/SM]
679
Max Slevogt
Gärtner vor dem Haus, 1910.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 90.000 - 120.000
+
 


Weitere Abbildungen
Max Slevogt - Gärtner vor dem Haus - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Max Slevogt "Gärtner vor dem Haus"
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