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Auktion: 470 / Kunst nach 1945 I am 09.06.2018 in München Lot 889

 
Objektbeschreibung
S/80 (Fries). 1980.
Mischtechnik auf Leinwand.
Melchior 8/23. Rechts unten signiert und datiert. 145 x 495 cm (57 x 194,8 in).
[SM].

PROVENIENZ: Privatsammlung Norddeutschland (1976 direkt vom Künstler erworben).

AUSSTELLUNG: Fred Thieler. Neue Arbeiten, Galerie Georg Nothelfer, Berlin 16.3.-4.4.1981.
Fred Thieler, Galerie Loë, Lüpke und Schönbrunn, Frankfurt am Main 6.5.-6.6.1981.
Fred Thieler, Galerie der Landesgirokasse, Stuttgart 7.9.-13.11.1981.
Fred Thieler. Bilder und Grafik, Galerie oben, Hagen 17.9.-29.10.1982.
Informel. Die Malerei der Informellen heute, Saarland Museum Moderne Galerie, Saarbrücken 8.5.-19.6.1983.
Fred Thieler. Neue Bilder und Gouachen, Galerie Georg Nothelfer, Berlin 18.11.-31.12.1983.
4 X Informel heute, Spendhaus Reutlingen 22.7.-19.8.1984.
Fred Thieler, Galerie Philippe Guimiot, Brüssel 28.9.-30.10.1984.
Fred Thieler. Bilder, Gouachen, Graphiken, Emsdettener Kunstverein, Emsdetten 3.3.-31.3.1985.
Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde 1985. Fred Thieler, Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg 23.11.1985-19.1.1986.
Fred Thieler. Arbeiten 1940-1986, Akademie der Künste, Berlin 2.2.-17.3.1986.
Im Dunst der Farben. Fred Thieler. Bilder 1942-1986, Saarland Museum Moderne Galerie, Saarbrücken 13.4.-18.5.1986, Nr. 117.

"Der erste Guß von Farbe auf die leere Leinwand ist nicht entscheidend für alles weitere, aber er ist schon ein Anlaß für Weiteres."
Fred Thieler, zit. nach: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, S. 15.

Aufrufzeit: 09.06.2018 - ca. 17.00 h +/- 20 Min.

Essay
Thieler selbst schreibt dem modernen Künstler ein extremes und subjektives Handeln zu. Extrem, weil dieser Künstler unabgesichert, ohne Vorgaben und Erwartungshaltungen arbeitet. Subjektiv, weil er keine gesicherten, in Akademien bereitgehaltenen Rezepte hat und will. Dieser Künstler verfügt über keine von ihm bildnerisch auszufüllenden, zu bedienenden Inhalte. Und so schafft Thieler ein Œuvre, welches formal vollkommen frei und ungegenständlich ist. Er möchte, dass seine Bilder die Fantasie des Betrachters beflügeln und dass sie ihn dazu anregen, eigene relativierende Erkenntnisse zu sammeln. Seine Malerei erweist sich als offen für eine reflektierende Betrachtung von Welt, Gesellschaft und Natur, ohne jede ideologische Einengung. Der Gestaltungsvorgang in seinen Bildern scheint zufällig, beliebig und unkontrollierbar. Doch der Künstler dirigiert die Farbe, indem er sie verdünnt gießt oder in Schlieren über den Bildgrund zieht, ihren Lauf durch Heben und Senken der Leinwand beeinflusst oder sie aus Schwämmen presst, träufelt oder wieder aufsaugt. So entstehen überraschende Gebilde, Ungewolltes fügt sich zusammen und Unbewusstes kommt zu Tage. Bestimmte Farben – Schwarz, Rot, Blau, Weiß – setzt er so zueinander, gegeneinander, dass differenzierte, an Entschiedenheit schwankende Farb- und Flächenwirkungen entstehen. Da er wenige Farben verwendet, weiß er immer genau, was mit ihnen geschieht, wie er sie einsetzen kann – so relativiert sich sogar das Prinzip des Zufalls bei der Herstellung. Das als Fries angelegte Gemälde besticht durch seine Monumentalität und offenbart dem Betrachter ein explosives Farbenspiel. [CE]
889
Fred Thieler
S/80 (Fries), 1980.
Mischtechnik auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
+
 


Weitere Abbildungen
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