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Auktion: 470 / Kunst nach 1945 I am 09.06.2018 in München Lot 856

 
Objektbeschreibung
Skom. 1963.
Mischtechnik auf Leinwand.
Ströher 1963-12. Links unten signiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 70 x 90 cm (27,5 x 35,4 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Rheinland-Pfalz.
Ketterer Kunst, Berlin, 247. Auktion, 29. September 2000, Lot-Nr. 10.
Privatsammlung Deutschland.

AUSSTELLUNG: Karl Otto Götz, Galleria L'Attico, Rom, ab 16.3.1963.
Phases, Musée d'Ixelles, Brüssel 1964, Kat.-Nr. 42.
Un art autre. Tachismus - Informel - Lyrische Abstraction, Galerie Heseler, München 1985, Kat.-Nr. 139 (mit Abb. S. 43).

LITERATUR: K. O. Götz, Erinnerungen und Werk Ib, Düsseldorf 1983, Nr. 1132 (mit Abb., S. 985, dort: Ohne Titel).
"Ich war auf der Suche nach dem Poetischen ohne Gegenständlichkeit."
Karl Otto Götz, in: Ausst.-Kat. K.O-. Götz, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, hrsg. von Joachim Jäger, 2014, S. 21.

Essay
Bereits Ende der 1940er Jahre wendet sich der spätere Hauptvertreter des deutschen Informel Karl Otto Götz in seinen Arbeiten von der gegenständlichen Kunst ab und widmet sich fortan ausschließlich der abstrakten Malerei. Als einziger Deutscher wird er Mitglied der Künstlervereinigung "CoBrA" und später Mitbegründer der Frankfurter Künstlergruppe "Quadriga". In den 1950er Jahren verfestigt sich Götz' künstlerische Handschrift. Sein Schaffen verfolgt die "Auflösung des klassischen Formenprinzips", das er mit einer schwungvoll-dynamischen Formensprache ersetzt. Auf einen hellen Malgrund trägt Götz dunkle Farbe auf, die er anschließend mit einem Rakel, einem Messer und einem trockenen Pinsel überarbeitet und zum Leben erweckt. Mit seinen dynamisch und doch gezielt platzierten Schlieren, Spritzern, Streifen und Linien in tiefem Schwarz mit sonnengelben Farbakzenten stellt das hier angebotene Werk diese spezifische Arbeitsweise und das daraus resultierende äußerst harmonische Zusammenspiel aus Rhythmus, Farbe und abstrakten Formelementen zur Schau. Die Malerei von Karl Otto Götz kommt ohne assoziative Anklänge aus, ohne einen verborgenen, ihr zugrunde liegenden Sinn, Mutmaßungen oder aufoktroyierten Inhalt. "Wir sehen, was wir sehen.", schreibt Heinz-Norbert Jocks, "Alles ist hier in Bewegung, da aus ihr gewonnen, von ihr kreiert und durch sie konstituiert. Alles in allem verdankt sich diese unverwechselbare Ästhetik dem Spiel mit dem Experiment. Was Götz betreibt, gleicht insofern einer Rückkehr zum Nullpunkt der Malerei, als er sich nicht einzig und allein von deren Geschichte treiben und sich von ihr nichts vorschreiben lässt, sondern aus deren Enge ausbricht und dabei eine eigene Richtung einschlägt." (Jocks, in: K. O. Götz, Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, 13. Dezember - 2. März 2014 u. a., S. 70 f.). [CH/ EH]
856
Karl Otto Götz
Skom, 1963.
Mischtechnik auf Leinwand
Schätzung:
€ 30.000
Ergebnis:
€ 37.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Karl Otto Götz - Skom - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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