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Auktion: 468 / Klassische Moderne I am 09.06.2018 in München Lot 694

 
Objektbeschreibung
Frühlingswind und Wiesen. Um 1916.
Öl auf leinwandstrukturiertem Papier, auf Malkarton kaschiert.
Jawlensky/Pieroni-Jawlensky 855. Rechts unten monogrammiert. Verso von Galka Scheyer rechts unten nur noch schwer leserlich bezeichnet "A. v. Jawlensky, Stilleben: Titel: Frühlingswind und Wiesen 1916" sowie von unterschiedlicher Hand bezeichnet "KAT. 49, Blumenwiese, 68, Dr. Guradze [mit Adressangaben]" . 34,4 x 25,6 cm (13,5 x 10 in). Unterlagekarton: 43,5 x 34 cm ( 17,1 x 13,4 in).

PROVENIENZ: Dr. Paul Guradze, Wiesbaden (verso mit handschriftlichem Vermerk, direkt vom Künstler vor 1924 erworben).
Galerie Beyeler, Basel (um 1957).
Molton Gallery, London (vom Vorgenannten erworben).
Klipstein & Kornfeld, Bern, 9. Juni 1961, Kat. Nr. 389.
Marianne Feilchenfeldt, Zürich.
Sotheby`s London, 1. Dezember 1965, Kat. Nr. 80.
Selected Artists Galleries, New York (verso mit dem Etikett).
Privatsammlung New York.
Hauswedell & Nolte, Hamburg, Juni 1985, Kat. Nr. 739 (Nr. 259, Abb. 8).
Galerie Neher, Essen.
Privatsammlung.
Privatsammlung Toronto.

AUSSTELLUNG: Alexej von Jawlensky 1864-1941, Kunsthalle Bern, 11. Mai - 16. Juni 1957, Kat. Nr. 61.
Alexej von Jawlensky 1864-1941, Galerie Beyeler, Basel, Januar - Februar 1957, Kat. Nr. 52, mit Abb.
Alexej von Jawlensky 1864-1941, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düssledorf, 2. September - 29. September 1957; Hamburger Kunstverein, Hamburg, Oktober 1957, Kat. Nr. 69, mit Abb.
Alexej von Jawlensky 1864-1941, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 2. Februar - 16. März 1958; Städtische Kunsthalle, Mannheim, 22. März - 20. April 1958, Kat. Nr. 74, mit Abb.
Alexej von Jawlensky, Stephen Silagy Galleries, Los Angeles, 1958, Kat. Nr. 6, mit Abb.
Alexej von Jawlensky 1864-1941, Redfern Galleries, London, 5. Oktober - 28. Okotber 1960, Kat. Nr. 23.
Blickpunkte Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert, Band I: bis 1950, Galerie Neher, Essen, ab 20. September 1987, mit Abb. S. 43.
Alexej von Jawlensky, Neue Galerie, New York, 16. Februar - 29. Mai 2017, S. 140, Nr. 44 (Farbabb.).

LITERATUR: Alexej von Jawlensky, Pinacoteca Comunale Casa Rusca, Locarno, 3. September - 19. November 1989; Kunsthalle Emden, Stiftung Henri Nannen, 3. Dezember 1989 - 4. Februar 1990, Kat. Nr. 69, mit Abb. S. 121 (nicht ausgestellt).
"In harter Arbeit und mit größter Spannung fand ich nach und nach die richtigen Farben und Formen, um auszudrücken, was mein geistiges Ich verlangte. Jeden Tag malte ich diese farbigen Variationen, immer inspiriert von der jeweiligen Naturstimmung zusammen mit meinem Geist. Hier entstanden eine ganze Reihe meiner schönsten Variationen, die bis heute sehr wenigen Menschen bekannt sind."
Alexej von Jawlensky, zit. nach: C. Weiler, S. 116.

Aufrufzeit: 09.06.2018 - ca. 12.30 h +/- 20 Min.

Essay
Neben den "Mysthischen Köpfen" und Jawlenkys bekannten "Variationen über ein landschaftliches Thema" ist auch die vorliegende, luftige Komposition "Frühlingswind und Wiesen" während Jawlenskys dreijährigem Aufenthalt im kleinen Dorf Saint Perx am Genfer See entstanden. Kurz nach Kriegsausbruch im Jahr 1914 hatte sich Jawlensky mit seiner Familie dort auf Vermittlung eines Freundes ein kleines Häusschen angemietet. An diesem Rückzugsort jedoch hatte Jawlensky aufgrund der beengten Wohnsituation kein eigenes Zimmer, nur ein Fenster, das sozusagen ihm gehörte. Zudem hat Jawlensky bezüglich seiner dortigen, entbehrungsreichen Situation rückblickend festgehalten: "Ich hatte etwas Farbe aber keine Staffelei. Ich fuhr nach Lausanne, zwanzig Minuten mit der Eisenbahn, und kaufte bei einem Photographen eine kleine Staffelei für vier Franken, eine Staffelei, auf die der Photograph seine Fotos stellte. Diese Staffelei war gar nicht zum Malen geeignet, aber ich habe mehr als zwanzig Jahre meine besten Arbeiten auf dieser kleinen Staffelei gemalt." (zit. nach: C. Weiler, 1970, S. 116). Auch unsere kleine, sommerliche Komposition, die Jawlensky aus leuchten Blüten und Farbfeldern entworfen hat, wird auf dieser Staffelei und vielleicht mit dem Blick aus seinem Fenster oder aber nach einem dortigen, unmittelbaren Natureindruck entstanden sein. [JS]
694
Alexej von Jawlensky
Frühlingswind und Wiesen, Um 1916.
Öl
Schätzpreis: € 180.000 - 240.000
+
 


Weitere Abbildungen
Alexej von Jawlensky - Frühlingswind und Wiesen - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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