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Auktion: 467 / Kunst nach 1945 II am 08.06.2018 in München Lot 270

 
Objektbeschreibung
P 1960-9. 1960.
Farbige Kreide auf leichtem, chamoisfarbenem Karton.
Rechts unten signiert und datiert. Verso betitelt "P 1960-9" sowie mit Richtungspfeil. 46,3 x 73 cm (18,2 x 28,7 in) , Blattgröße.

Charakteristische, sanft durchmodulierte Komposition der 1960er Jahre.
Die Arbeit ist im Archiv der Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergmann, Antibes, registriert und wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

PROVENIENZ: Galerie de France, Paris 1960.
Sammlung Aviva und Jacob Baal-Teshuva, New York.

„Ich arbeite immer mit Musik – Schütz, Telemann, Bach, Händel, Vivaldi, Pergolesi, Guillaume de Machaut und Marc-Antoine Charpentier, Purcell, und die frühen Komponisten bis hin zur gregorianischen Zeit. Sie transformieren das Studio in ein Musikzimmer, isolierter, separierter von der Außenwelt. […] und so wie andere Leute Rauschmittel brauchen, ist die Musik notwendig für mich.“ H. Hartung 1980

Essay
Die vorliegende Arbeit präsentiert in ihrem einzigartigen Duktus und sanften Verlauf besonders schön die filigranen, gestisch-dynamischen Linienbündel Hartungs, die hier von farbigen Akzentuierungen in warmen Erdtönen überlagert werden. Hans Hartung ist einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten Malerei und zugleich einer der wenigen Künstler, die von Beginn ihres Schaffens an ausschließlich in informellen Formen gearbeitet haben. Hartungs Werke, denen trotz ihrer spontanen, impulsiven Wirkung stets ein wohldurchdachter Arbeitsprozess zugrunde liegt, zeichnen sich durch ihre klare Bildsprache und ihre eindeutige, kompromisslose Zuwendung zur Abstraktion aus: "Ich glaube an die dauernde Berechtigung von gewissen Stilen. So bin ich der Meinung, daß abstrakte Kunst eine ausgesprochen gesunde Kunst ist. Sie ist eigentlich gar kein Stil, sie ist eine Ablehnung von Figuration. [..] Perfekt und schön muß diese Kunst sein, und das macht sie eigentlich jenen Richtungen überlegen, die in Literatur oder Wissenschaft einmündeten, also Richtungen wie Surrealismus, Simultanismus, Pointillismus [..]" (zit. nach: Hans Hartung. Werke aus fünf Jahrzehnten, Ausst.-Kat. Wallraf-Richartz-Museum, Köln 1974, S. 7). [FS]
270
Hans Hartung
P 1960-9, 1960.
Kreide
Schätzung:
€ 35.000
Ergebnis:
€ 45.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Hans Hartung - P 1960-9 - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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