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Auktion: 476 / Klassiker des 20. Jahrhunderts III am 06.12.2018 in München Lot 47

 
Objektbeschreibung
he III/79. 1979.
Mischtechnik . Kunstharzdispersion auf Leinwand.
Melchior 7/192. Links unten signiert und datiert. 95 x 110 cm (37,4 x 43,3 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland (1979 direkt vom Künstler erworben).

Essay
Die Malerei Fred Thielers, eines der Protagonisten des deutschen Informel, zeugt von einem ständigen Dialog zwischen Farbe und Raum. Seine Bilder basieren nicht auf genauen Vorstudien, sondern sind Ergebnisse eines "kontrollierten Zufalls". Insbesondere die Werke der 1950er bis 1970er Jahre sind stark dem Action-Painting verbunden. Für diese Schaffensperiode charakteristisch ist die starke Dominanz von eruptiver Farbigkeit, die - wie in der vorliegenden Arbeit - geradezu frei über die Leinwand diffundiert und auch für den Betrachter den Entstehungsprozess aufs Deutlichste sichtbar werden lässt. Die kleinteilige Struktur früherer Bilder ist einem großzügigen Farbauftrag gewichen. Seine Werke versteht der Künstler als "Reflexion menschlicher Daseinserlebnisse", die beim Betrachter subjektive Empfindungen auslösen sollen. "Ich versuche, das von den Ereignissen auf mich Übertragende einerseits und andererseits [.] das aus einer momentanen Situation Entstehende, in die Malerei umzusetzen." (Fred Thieler, in: Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, München 1993, S. 15). Thielers Werke, eine Synthese von intensiven Farben, Dynamik und Variationsreichtum, geben dem Rezipienten Raum für Fantasie und Selbstreflexion. [JS]
47
Fred Thieler
he III/79, 1979.
Mischtechnik
Schätzung:
€ 8.000
Ergebnis:
€ 8.750

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Fred Thieler - he III/79 - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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