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Auktion: 477 / Klassiker des 20. Jahrhunderts II am 07.12.2018 in München Lot 559

 
Objektbeschreibung
La spirale. 1955.
Multiple . Serigrafie auf Plexiglas über Serigrafie auf Holz.
Verso signiert. Eines von 100 Exemplaren. 50 x 50 x 25 cm (19,6 x 19,6 x 9,8 in).
Nach Ersterscheinen in der Edition MAT 1959 wurde der zweite Teil der Auflage, zu welchem die vorliegende Arbeit zählt, 1969 von der Edition Seriaal, Amsterdam, herausgegeben (mit dem Informationsblatt der Edition).
Weitere Exemplare befinden sich in den Sammlungen des Kaiser Wilhelm Museums in Krefeld und des Museum Am Ostwall in Dortmund.
"La spirale" ist das erste Multiple des Künstlers, das eine Vielzahl serieller Arbeiten Sotos in dieser damals noch neuartigen Kunstform eingeleitet hat.

PROVENIENZ: Galerie Denise René Hans Mayer, Düsseldorf (verso mit dem Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland (1976 vom Vorgenannten erworben).

LITERATUR: Vgl. Katrina Vatsella, Edition MAT. Daniel Spoerri, Karl Gerstner und das Multiple. Die Entstehung einer Kunstform, Bremen 1998, S. 240.

Essay
Der südamerikanische Künstler Jesús Raphael Soto, der im Paris der 1950er Jahre schnell zu einem der Protagonisten der kinetischen Kunst avanciert, entschließt sich bereits Ende der 1960er Jahre, seine beeindruckenden künstlerischen Schöpfungen in multiplen Serien umzusetzen und diese damit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die vorliegende Arbeit "La spirale“, die auf einem gleichnamigen Unikat aus dem Jahr 1955 basiert, gehört dabei zu den frühesten Arbeiten dieser Art. Bereits 1958 erscheinen die ersten 30 Exemplare in der Edition MAT, die von Daniel Spoerri eigens zur Verbreitung von Kunsteditionen, den sogenannten Multiples, ins Leben gerufen wurde. 1969 wurden dann von der Edition Seriaal in Amsterdam weitere 70 der insgesamt 100 Exemplare umfassenden Edition herausgegeben. Neben Soto waren noch 34 weitere Künstler, wie u. a. Enrico Baj, Christo, Marcel Duchamp, Roy Lichtenstein, Françoise Morellet, Dieter Roth und Victor Vasarely an den drei zwischen 1959 und 1965 erschienenen Serien der Edition MAT beteiligt. Spoerri selbst hat sein kunsthistorisch bedeutendes Projekt in einem Brief an Josef Albers folgendermaßen beschrieben: "von der idee der Zeitschrift material ausgehend, die ja versuchte, nicht über etwas zu berichten, sondern die Sache selbst darzustellen, sie zu vollziehen, kam ich auf die idee, auch Gegenstände, objekte in einer ausgabe zu multiplizieren. und zwar ohne ihren gehalt, den sie als originale besitzen, zu zerstören oder zu verändern. es handelt sich also um eine Ausgabe von multiplizierten originalwerken." (zit. nach: Vatsella, S. 37). "La spirale" ist nicht nur durch diesen Entstehungskontext, sondern auch durch die optische Überblendung zweier Bildebenen ein besonders schönes Beispiel für die konzeptuelle kinetische Arbeitsweise Sotos. Je nach Standort des Betrachters lässt Soto in "La spirale" eindrucksvoll oszillierende optische Wirkungen und Bewegungsmomente entstehen. [JS]
559
Jesús Raphael Soto
La spirale, 1955.
Multiple
Nachverkaufspreis: € 12.000
+
 


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