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Auktion: 479 / Klassiker des 20. Jahrhunderts I am 08.12.2018 in München Lot 871

 
Objektbeschreibung
Kleines Feld. 1980.
Nägel und schwarze Farbe auf Leinwand, auf Holz.
Nicht bei Honisch. Verso signiert, datiert, betitelt und bezeichnet sowie mit Richtungspfeil. 40 x 40 x 16 cm (15,7 x 15,7 x 6,2 in).

Dieses Werk ist im Uecker Archiv unter der Nummer GU.80.001 registriert und wird vorgemerkt für die Aufnahme in das entstehende Uecker-Werkverzeichnis.

PROVENIENZ: Privatsammlung Deutschland (direkt vom Künstler als Geschenk erhalten; seither in Familienbesitz).

"Den Ablauf einer Bewegung sichtbar zu machen, als Zustand einer Lebendigkeit, an der der Mensch teilnimmt in schöpferischer Wiederholung, in Monotonie, ist in der Tat eine erregende Aktion, die wie ein Gebet geistig erlebt werden kann. Meine Objekte sind eine räumliche Realität, eine Zone des Lichtes. Ich benutze mechanische Mittel, um die subjektive Geste zu überwinden, zu objektivieren, eine Situation der Freiheit zu schaffen."
Günther Uecker, 1961, zit. nach: ZERO. Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahre, Ausst.-Kat. Martin-Gropius-Bau, Berlin 2015, S. 488.

Aufrufzeit: 08.12.2018 - ca. 17.48 h +/- 20 Min.

Essay
Zu den begehrtesten Nagelbildern Günther Ueckers zählen seine berühmten "Felder", die seine streng linearen "Raster" und "Strukturen" in den späteren 1950er Jahren zunehmend ablösen und fortan zum zentralen, unermüdlich variierten und weiterentwickelten Werkkomplex des gefeierten "ZERO"-Künstlers werden sollten. Uecker hat ganz im Sinne der "ZERO"-Bewegung die Kunst mit seinen Nagelbildern neu erfunden, sie von der bis dahin prägenden Bedeutung des malerischen Duktus als künstlerischer Handschrift befreit. Unsere kraftvolle Komposition "Kleines Feld" aus dem Jahr 1980 lässt in der sanften Bewegung der langen, schmalen Nagelhälse nichts mehr von der Brutalität und Härte ihres künstlerischen Entstehungsprozesses erahnen. Dynamische Bewegung erfasst das starre Eisen, erzeugt urtümlich strudelndes, der Zeit enthobenes Kreisen auf der quadratischen Bildfläche. Uecker transformiert auf diese Weise ein Formenrepertoire und Bewegungsmoment in die Kunst, das sein Vorbild in der Natur, der sanften Bewegung des Windes hat. Der wogenden Fläche eines Kornfeldes gleich gelingt es Uecker in unnachahmlicher Weise, diesen sanften, scheinbar schwerelosen Bewegungsmoment in seine Nagelfelder zu transportieren. [JS]
871
Günther Uecker
Kleines Feld, 1980.
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
+
 


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