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Auktion: 478 / Ketterer Contemporary am 08.12.2018 in München Lot 753

 
Objektbeschreibung
Stillleben. 1975/76.
Acryl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. 140 x 170 cm (55,1 x 66,9 in).
[CH].

PROVENIENZ: Privatsammlung Berlin.

AUSSTELLUNG: K. H. Hödicke. Gemälde - Skulpturen - Objekte - Filme, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf u. a., 15.8.-21.9.1986, mit Farbabb. S. 86 (verso auf dem Keilrahmen mit dem Ausstellungsetikett).

"Zum Schluß stand ja eigentlich nur noch eine Neonröhe auf dem Bild, aber an dem Punkt hat es mich dann auch wieder erwischt, weil ich mir sagte, na, noch einen Schritt weiter und dann gibt es dann ein schwarzes Bild, das war dann der Punkt, an dem es so umgekippt ist."
K. H. Hödicke in einem Interview mit Walter Grasskamp, in: Ausst.-Kat. Ursprung und Vision. Neue deutsche Malerei, Madrid/Barcelona 21.5.-29.7.1984, S. 28.

Aufrufzeit: 08.12.2018 - ca. 15.44 h +/- 20 Min.

Essay
Zu Beginn der 1970er widmet sich K. H. Hödicke wieder vermehrt der Malerei, nachdem er sich in den Jahren zuvor intensiv mit dem Medium Film beschäftigt hatte. Zu dieser Zeit ist in seinem Schaffen ein deutlicher Einfluss der amerikanischen Kunst und Kultur zu spüren. Motivisch beschäftigt sich Hödicke mit Leuchtreklamen, Schaufenstern oder auch den Fassaden von Fast-Food-Restaurants, wobei ihn dabei insbesondere die Darstellung künstlichen Lichts und der für die Großstadtszenerie typischen Lichtquellen interessiert. Es entstehen die sogenannten "Neonbilder". Sie dokumentieren Hödickes Versuch, die Farbe als solche zu entmaterialisieren und sie stattdessen als scheinbar eingefangenes Licht im Bild zu verwenden. Ein alltäglicher Gegenstand, die Leuchtstoffröhre, gewinnt durch dieses Vorhaben der malerischen Verwandlung, der Verwandlung von Farbe in Licht, eine neue Dimension. Auch die Wahl des Bildausschnitts, die Farbintensität, die merkliche Abstrahierung des ganz in den Fokus gerückten Motivs führt zu einer Erhöhung desselben: Hödicke gelingt die Monumentalisierung des seiner Kunst ja zugrunde liegenden Alltäglichen. Dem zu dieser Zeit international gefeierten Fotorealismus versucht der Künstler jedoch nicht nachzueifern. Stattdessen betont er den malerischen Duktus seiner Bilder bei gleichzeitigem äußerst naturalistischen Licht- und Schattenwurf und erzeugt so einen visuell sehr reizvollen, ästhetischen "Schwebezustand von Vertrautheit und Fremdheit, von Tatsache und Fiktion" (Erika Billeter, zit. nach: Ausst.-Kat. K. H. Hödicke. Gemälde - Skulpturen - Objekte - Filme, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, 1986, S. 78). [CH]
753
K. H. Hödicke
Stillleben, 1975/76.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 25.000 - 35.000
+
 


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