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Auktion: 479 / Klassiker des 20. Jahrhunderts I am 08.12.2018 in München Lot 881

 
Objektbeschreibung
Später Sommer. 1960.
Öl auf Leinwand.
Lohberg 2289. Rechts unten signiert. Verso nochmals signiert und datiert sowie betitelt. 135 x 145 cm (53,1 x 57 in).

PROVENIENZ: Fritz-Winter-Stiftung, München.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

"Kunst geht parallel zur Natur. Ich habe mit meiner Malerei Gesetze des Optischen aufzuzeigen, die dem Geschehen in der sichtbaren Welt zugrunde liegen."
Fritz Winter

Essay
Den Verfechtern des Informellen folgend, zeigt Fritz Winter ein Kunstverständnis, welches sich nicht aus der bloßen Gestalt heraus konstruiert, sondern sich nur aus dem Wesen der Dinge erschließen und darstellen lässt. Spontaneität und Dynamik sind bei ihm vorgeführte Kräfte. Über allen Zufälligkeiten und sinnwidrigen Zerstörungen waltet eine höhere Ordnung, eine innere Bestimmtheit, der zu dienen der Künstler in besonderem Maße berufen ist. Der Titel des Werkes offenbart, wie auch viele seiner anderen Werke, den übergeordneten Bezug zur Natur, der in einer abstrakten Formensprache und klassisch ausgewogenen Bildkompositionen die verborgenen, jedoch elementaren Kräfte und Strukturen der Schöpfung sichtbar macht. Sein Kolorit, die Auswahl, Harmonie, Schattierung und Zusammensetzung der verschiedenen Pigmente, versinnbildlicht seine Vorstellung eines späten Sommers. Die Farbe bewegt sich auf einer Grauskala, von Schwarz zu Weiß und ordnet die leuchtenden Farben weniger durch Komplemente und Nachbarschaften als durch ihre Tonwerte in das Ensemble ein.
881
Fritz Winter
Später Sommer, 1960.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 70.000
Ergebnis:
€ 162.500

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
 


Weitere Abbildungen
Fritz Winter - Später Sommer - Rahmenbild
Rahmenbild
Fritz Winter - Später Sommer - Weitere Abbildung
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