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Auktion: 477 / Klassiker des 20. Jahrhunderts II am 07.12.2018 in München Lot 466

 
Objektbeschreibung
Ohne Titel. 1928.
Pastell.
Rechts unten signiert. Auf Velin. 34,5 x 50 cm (13,5 x 19,6 in) , blattgroß.

Die Authentizität der Arbeit wurde von Dr. Alexander Klee, Wien, bestätigt.

PROVENIENZ: Galerie Gertrud Dorn, Stuttgart.

Essay
Ausgehend von der Beschäftigung mit den Glasfenstern und eigenen intensiven Farbstudien folgend, ist Adolf Hölzel zu einer Form der Abstraktion gelangt, die ihm erlaubt, seine Kompositionsgedanken gänzlich in einen Farbkanon flächiger Farbfelder einzubinden. Diese Form der Abstraktion, die sich figuraler Motive bedient, ist eng mit dem Namen Hölzel und seinen Schülern verknüpft. Ihm geht es neben der Gesamtwirkung auch um einen meditativen Charakter, der allen seinen Werken innewohnt, seien sie nun gegenständlich, abstrakt oder frei gestaltet. Das Festhalten am religiösen Grundmotiv, das auch in unserer Komposition nur noch erahnt werden kann, ist besonders für die späten Pastellarbeiten von Adolf Hölzel charakteristisch; sie durchziehen sie wie eine Art Leitmotiv, ohne jedoch eine dominante Rolle einzunehmen. Hölzel grenzt die Farbfelder klar voneinander ab, schafft bewusst Komplementär- und Hell-Dunkel-Kontraste und fasst alles wieder zu einer harmonischen Einheit zusammen. Die folgenden Worte des Künstlers sprechen für sich: "Mach Eins zu Zwei und Zwei zu Eins / Und Zwei zu Drei und Drei zu Zwei / und alles zusammen wieder zu Eins / So wird sich des Bildes Grösse ergeben. / Ungeahnter Reichtum trotz Einfachheit entfalten." (Adolf Hölzel, zit. nach: Edith Neumann, Und immer wieder rot, blau, gelb, in: Ausst.-Kat. Adolf Hölzel. Wegbereiter der Abstraktion, Galerie Albstadt, 1999/2000, S. 57).[CH]
466
Adolf Hölzel
Ohne Titel, 1928.
Pastell
Nachverkaufspreis: € 25.000
+
 


Weitere Abbildungen
Adolf Hölzel - Ohne Titel - Rahmenbild
Rahmenbild
 
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Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Adolf Hölzel "Ohne Titel"
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