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Auktion: 397 / Wertvolle Bücher am 19./20.11.2012 in Hamburg Lot 11

 
Missale Salisburgense - Missale Salisburgense. 1492.

Objektbeschreibung
Missale Salisburgense. Mit 23 mehrfarbigen Initialen auf Goldgrund , tls. mit floralem Rankenwerk, sowie Miniatur Schweißtuch der Veronika auf dem 7. Kanonblatt. Nürnberg, Georg Stuchs, 14. August 1492. Zeitgenöss. Kalblederband über Holzdeckeln mit reicher Blind- und Rollenpräg. (vgl. Kyriß Taf. 165) sowie Messing-Schließen und -Eckbeschlägen mit Buckeln (überwieg. erneuert). 42,5 : 28,5 cm. 387 (st. 391) Bll., mit mont. Blattweisern. Got. Type. 2 Spalten. 29 und (Kanon:) 18 Zeilen.

Erste Ausgabe, Variante mit dem Kanonteil auf 8 Blättern. - Das erste Missale für die Diözese Salzburg, eines der schönsten liturgischen Bücher des 15. Jahrhunderts. Prächtiger großformatiger Druck in Rot und Schwarz von Georg Stuchs , neben Ratdolt der maßgebliche Drucker von Liturgica im späten 15. Jahrhundert. Mit verschiedenen Schriftgrößen, gedruckten Lombarden in Rot und eingemalten Lombarden in Blau sowie mit in den Text gedruckten Noten. "Die Presse des Georg Stuchs gehörte zu den bedeutendsten der alten Reichsstadt, vor allem pflegte er den Druck für den Kirchendienst bestimmter Bücher, die ein rühmliches Zeugnis für sein hervorragendes Können ablegen" (Voullième, Dt. Drucker des 15. Jhs., S. 129). - "Seiner Offizin entstammen gegen 60 liturgische Bücher von vorzüglicher typographischer Qualität .. Stuchs verfügte über einen ausgezeichneten Vorrat von insgesamt 18 Schriftarten und war Auftragnehmer zahlreicher Bistümer" (LGB VII, 286).
Kollation: 17 (st. 18) nn., 182 röm. num. Bll.; 5 (st. 8) nn. Kanonbll. auf Pergament; röm. num. Bll. 193-374, 1 nn. Bl. - Es fehlen das Titelbl. sowie im Kanonteil der Kanonholzschnitt, das Te igitur und das Schlußblatt. Bl. 126 mit Abschnitt des oberen Drittels (Textverlust), Bll. 160-166 im Fußsteg alt verstärkt und mit stärkeren Wurmspuren, Bl. 373 mit Abschnitt der unt. Ecke (Textverlust, von alter Hd. ergänzt), sonst stellenw. leicht wasserrandig (gegen Ende deutlicher), wenige Bll. fingerfleckig, vereinz. mit Wurmspuren (tls. alt hinterlegt), wenige Bll. mit Einriß, einige alte Verstärkungen im Rand. Einbd. beschabt, Rücken unter Verwendung des alten Materials restauriert, Vorsätze erneuert. Trotz der Mängel insges. jedoch gutes Exemplar in einem spätgot. Holzdeckelband. Aus der Sammlung Detlef Mauss. Im Handel sehr selten, die meisten bekannten Bibl.-Exemplare inkomplett.

Hain/Cop. 11420. - GW M24684. - Goff M 718. - BSB M-486. - Weale/Boh. 1378. - Schreiber 4755. - Schramm XVIII, S. 21. - Bibl. Schäfer 243.

The rare first Salzburg missal, a magnificent printing by Georg Stuchs, one of the finest liturgical books of the 15th century. With 23 initials in colors on gold and partly with floral extensions, and miniature "The Veil of Veronica" on the 7th Canon-leaf. Contemp. South German blind-tooled calf over wooden boards with brass clasps and brass corner pieces (these partly renewed). 42,5 : 28,5 cm. 387 (of 391) leaves. - Lacking the title leaf and in the Canon part the crucifix-woodcut, the "Te igitur" and the final leaf. Leaf 126 with loss of the upper third (loss of text), leaf 373 with cut-out at the lower corner (loss of text, supplied by old hand), else partly, leaves 160-166 at foot with worming damage and reinforced. Else slight waterstaining in places (stronger towards end), few leaves with tear and some with early reinforced spots at margins, here and there small wormtraces (partly backed). Binding rubbed, spine restored using the old material, endpapers renewed. Despite of these defects still a good copy from the coll. D. Mauss. Most recorded copies in ISTC are incomplete. Rare, no copy in ABPC and JAP.

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Missale Salisburgense
Missale Salisburgense. 1492.
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 10.200

(inkl. 20% Käuferaufgeld)
 


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