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Auktion: 464 / Wertvolle Bücher am 28.05.2018 in Hamburg Lot 388

 
Objektbeschreibung
Ricarda Huch (1864-1947)
8 eigenhändige Briefe und 1 eigenhändige Karte mit Unterschrift. Jena, 29. X. 1942 bis 17.V.1947. Zusammen 11 S. Bis 27 : 17,5 cm.

Aus den letzten Lebensjahren der Schriftstellerin.

Schreiben an Dr. Bernhard Mewes, Stadtrat in Braunschweig, der sich um die Würdigung Ricarda Huchs in ihrer Geburtsstadt bemühte. Nachdem er im Oktober 1942 in Jena ihre persönliche Bekanntschaft gemacht hatte, wo Huch seit 1936 mit Tochter und Schwiegersohn lebte, wurde u. a. auf Mewes' Betreiben hin 1944 in Braunschweig die Städtische Mädchenoberschule in Ricarda-Huch-Schule umbenannt; im selben Jahr wurde Huch auch der Wilhelm-Raabe-Preis der Stadt Braunschweig verliehen. - Vor allem die Briefe 1945-47 behandeln die Publikation von Huchs Jugendtagebüchern; ein darauf basierender "Tagebuch-Aufsatz" war Mewes zugeschickt worden, aber noch nicht zur Veröffentlichung gelangt, weshalb Huch ihn zurückerbittet. "Ich möchte ihn nämlich hier zu einem guten Zweck verwenden. Bei Ihnen liegt er doch zunächst noch brach, während er hier sofort gebraucht würde. Es herrscht hier ein ziemlich reger Betrieb in kulturellen Dingen." (17. XII. 1945) - Für das "Wegnehmen" der "kleinen Schrift" hatte Huch Mewes einen Text über ihre Jugendzeit versprochen. "Gleichzeitig schicke ich Ihnen den Ersatz für das Tagebuch, den ich Ihnen versprach, Braunschweig in meiner Kinderzeit. Mehr gibt meine Erinnerung nicht her. Sie werden auch weiter, stelle ich mir vor, noch keine Möglichkeit zu einem bibliophilen Druck haben; lassen Sie es liegen für eine bessere Zeit, die ja vielleicht einmal kommen wird. Auch hier geht der Druck des Tagebuches langsamer, als man zuerst gedacht hatte." (6. V. 1946) Mein Tagebuch erschien noch im selben Jahr in Jena, der Aufsatz Braunschweig in meiner Kinderzeit erst nach Ricarda Huchs Tod erstmals 1949 in der Anthologie Ahnen und Enkel - Dichterstimmen aus acht Jahrhunderten im Albert Limbach Vlg. Braunschweig (erste Einzelausgabe: 1953). - Ferner über ein von Mewes angeregtes Porträtgemälde, vermutlich anläßlich Huchs 80. Geburtstag im Juli 1944 ("obwohl es recht lästig ist, gemalt zu werden") und über ihren geplanten Umzug nach Frankfurt Ende 1947, wo ihr Schwiegersohn Dr. Franz Böhm einen Lehrauftrag an der Universität hatte.

- ZUSTAND: Vier Briefe papierbedingt gebräunt.

Collection of 8 autogr. letters and 1 autogr. card, all signed. Jena 1942-47. 11 pages. - Addressed to a member of the city council of Braunschweig, who was a promoter of Huch, the famous German writer, in her native city. Amongst others about the publication of an excerpt from Huch's early diaries and of a small essay about her childhood in Braunschweig. - 4 letters tanned due to paper quality.

388
Ricarda Huch
9 Autographen, 1942-47.
Nachverkaufspreis: € 800
+
 


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